Vorgehensweise beim Einsprechen

Searge

Space-Opera ist ein musss!
Sprechprobe
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Ich mache es so, das ich die Aufnahme starte, dann fange ich an das Drehbuch zu lesen, damit ich weis was in der Situation gerade los ist. Wenn dann meine Takes dran sind spreche ich die auf. Manchmal merke ich sofort das sie nicht gut zur Stimmung passen und spreche sie leicht verändert zusätzlich auf. Am Schluß stoppe ich die Aufnahme und höre mir die einzelnen Aufnahmen erneut an. Die Pause dazwischen lösche ich natürlich. Erst dann exportiere ich sie in Einzelfiles. Je nach Länge des Drehbuches mache ich zwischendrin auch schon mal ne Pause und höre mir die Aufnahmen an. Da fallen mir dann auch schon mal unpassende Passagen auf.
 

Markus Haacke

alias Doc Markuse
Also man lernt ja nie aus...
Ich habe es jetzt so gemacht wie von den meisten hier praktiziert (erst alles einsprechen, dann sichten und schneiden) und es macht zumindest einen viel effektiveren Eindruck. ;)

Das ich da nicht schon vorher drauf gekommen bin? Aber manchmal muß man auf die einfachsten Dinge erstmal gestossen werden.

Searge, jetzt ist mir auch klar, wie Du 120 Takes für RF in 2 Stunden einsprechen konntest.
Da hätte ich vorher tagelang dran gesessen. :eek:
 
Ich spreche erst meine Takes durch und versuche mich in die Lage des Charakters zu vertiefen. Dann versuche ich die Takes wenn es nicht so viele sind auswendig zu sprechen. Das geht natürlich bei "Searge" nicht. Da ich noch keine Hauptrollen besetzt habe kann ich bei solchen langen Texten nicht mitreden. Aber bei solch kleinen Rollen mache ich es wie oben beschrieben und achte vor allem auf das natürliche Sprechen (Was mir sehr schwer fällt). Ich spreche alles (in Cubase4) auf einen Take mit kurzen Pausen zwischen Wortwechseln. Somit sucht man nicht so lange nach den Schnittpunkten. Dann wird alles geschnitten und beschriftet, das ist bei Cubase sehr einfach wegen der sehr guten Übersicht. Vor dem Speichern noch alle Schmatzer und Fremdgeräusche killen. Und fertig :D
 

Markus Haacke

alias Doc Markuse
Na, vermutlich mache ich mir da wieder zu viel Arbeit mit.

Ich schneide alles brauchbare aus dem langen Take heraus und kopiere es in eine zweite Audiospur, die ich dann als einzelne Take-Datei abspeichere.
In dieser Audiospur lege ich dann verschieden betonte Versionen des Takes hintereinander und bearbeite dabei noch die Anfänge und Enden mit "fading". Zu lange Sprechpausen cutte ich dabei auch noch zurecht.
Das ganze mache ich dann mit allen takes des Skriptes.

Ich weiß, daß andere z.B. nur Ihren langen, eingesprochenen Take (inkl. Sprechfehler) unbearbeitet an den Cutter senden.
@Searge
, daher wär es mal interessant zu wissen, ob das unnütze Arbeit ist oder ob ich den Cutter mit dieser Arbeit sinnvoll unterstütze (in diesem Fall Dich, Searge).


Mal ne Frage an die Cutter: Wie ist es Euch denn am liebsten mit den zugesendeten Take-Dateien?
 

Searge

Space-Opera ist ein musss!
Sprechprobe
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Das ist ein zweischneidiges Schwert. :) Natürlich ist es als Cutter schön wenn man Auswahlmöglichkeiten hat, ohne extra etwas an die Sprecher sagen zu müssen. Andererseits ist auch manchmal zu viel "Schrott" dabei. Von daher mach es ruhig so. Sollte mir Material oder Ausdruck fehlen, sage ich es Dir schon. :)
 

Markus Haacke

alias Doc Markuse
Alles klar Searge.

Ich weiß nicht womit und vor allen Dingen wie Du cuttest, aber man hat in Audition z.B. die Möglichkeit nur einen kleinen Ausschnitt eines Takes im Mehrspurfenster einzubinden.

Von daher ist es recht vorteilhaft, wenn man mehrere Betonungsversionen in einer mp3 Datei bekommt.

Du plazierst quasi dieses "Mehrfach-Take" in Deiner Audiospur, kannst aber das "Fenster" auf die Audiodateien verkleinern, so daß nur ein take "zu sehen" ist.
Wenn der nicht klingt, kannst Du den Take "hinter dem Fenster" mit der Maus verschieben zur 2. oder 3. Version des Takes. Du musst also weder am Arrangement im Mehrspurfester etwas ändern, noch musst Du das Mehrspurfenster verlassen und kannst in sekundenschnelle prüfen, wie die einzelnen Takes an dieser Stelle klingen.

Das ist per Text ein bißchen blöd zu erklären, daher mal so versucht:

Angenommen Deine Audiospur hat 4 Versionen des gleichen Takes (X1 bis X4).

X1.......[X2.......]X3........X4........


Dann kannst Du im Mehrspurfenster einen Bereich von dieser Spur anzeigen lassen, der nur 1 Take lang ist. Angedeutet durch die Klammern und der roten Farbe.
Man schaut also quasi durch ein kleines "Fenster" auf einen Teil der Audiospur.

So, und dann hat man die Möglichkeit ganz einfach die Daten hinter diesem Ausschnitt zu verschieben:

[X1.......]X2........X3........X4........

X1.......
[X2.......]X3........X4........

X1.......X2.......
[X3........]X4........

Insofern fand ich das ganz logisch das in eine Datei zu packen.
 

bob7

__________________
AW: Vorgehensweise beim Einsprechen

Einmal gepusht, weil wichtig und der Threadverlauf doch ein wenig unübersichtlich wurde:

bob schrieb:
Hallo Leute,

bevor Ihr Texte einsprecht, bereitet euch vor:

1. Kompletten Text lesen und die Story verstehen.
2. Text der eigenen Rolle möglichst auswendig lernen. (Geht nicht immer, ist klar!)
3. Text der eigenen Rolle mindestens 2 mal laut lesen, ohne Aufzunehmen.
4. Text aufnehmen, anhören und prüfen ob der Text natürlich klingt oder vorgelesen.
5. Text der einem selber nicht gefällt neu Aufnehmen.
6. Eine Nacht drüber schlafen, dann noch mal alles anhören und prüfen ob der Text immer noch natürlich klingt oder vorgelesen. (Wenn möglich noch eine Vertrauensperson mithören lassen)
7. Text der einem selber nicht gefällt neu Aufnehmen.

Bitte glaubt nicht, dass jede Aufnahme beim ersten Mal sitzen muss ;)

Versucht, Euch beim Aufnehmen nicht gleichzeitig mit der Aufnahmetechnik rumzuplagen. Das raubt Zeit, Konzentration und Energie. Versucht den ganzen technischen Aspekt vorher in Ruhe so hinzukriegen, dass ihr am Tag der Aufnahme nur noch "aufs Knöpfchen" drücken müsst.

Noch ein Nachtrag:

Nehmt Euch beim Einsprechen bloß nicht zurück. Wenn Ihr glaubt, dass Ihr maßlos übertreibt in der Rolle, ist es meistens gerade richtig für den Hörer. Vergesst nicht, das ihr nur den "Audiokanal" zur Verfügung habt um das Publikum zu erreichen. Der "Videokanal" (Mimik, Bewegung, Aussehen) fällt weg.
Also gebt ordentlich Gas und übertreibt lieber als dass Ihr untertreibt
 
Y

yodayeti

Guest
AW: Vorgehensweise beim Einsprechen

Hallo liebe Gemeinschaft,

vielen Dank für all diese vielfältigen Infos. Ich habe mal die Tips und Hinweise, die ich für nützlich hielt hier zusammengetragen. Ich denke es könnte auch dem ein oder anderen Anfänger helfen, das geballte Community-Wissen konzentriert an einem Ort versammelt zu haben. Weiterhin ist diese Zusammenfassung sicher eine gute Basis, um daraus eine FAQ (häufig gestellte Fragen) zusammen zu bauen.


Prozedere für das Einsprechen einer Rolle [Detlef Tams]
  1. Kompletten Text lesen und die Story verstehen.
  2. Text der eigenen Rolle möglichst auswendig lernen. (Geht nicht immer, ist klar!)
  3. Text der eigenen Rolle mindestens 2 mal laut lesen, ohne Aufzunehmen.
  4. Text aufnehmen, anhören und prüfen ob der Text natürlich klingt oder vorgelesen.
  5. Text der einem selber nicht gefällt neu Aufnehmen.
  6. Eine Nacht drüber schlafen, dann noch mal alles anhören und prüfen ob der Text immer noch natürlich klingt oder vorgelesen. (Wenn möglich noch eine Vertrauensperson mithören lassen)
  7. Text der einem selber nicht gefällt neu Aufnehmen.

Bitte glaubt nicht, dass jede Aufnahme beim ersten Mal sitzen muss.

Ablauf des Einsprechens an sich [Searge]
Ich mache es so, das ich die Aufnahme starte, dann fange ich an das Drehbuch zu lesen, damit ich weis was in der Situation gerade los ist. Wenn dann meine Takes dran sind spreche ich die auf. Manchmal merke ich sofort das sie nicht gut zur Stimmung passen und spreche sie leicht verändert zusätzlich auf. Am Schluß stoppe ich die Aufnahme und höre mir die einzelnen Aufnahmen erneut an. Die Pause dazwischen lösche ich natürlich. Erst dann exportiere ich sie in Einzelfiles. Je nach Länge des Drehbuches mache ich zwischendrin auch schon mal ne Pause und höre mir die Aufnahmen an. Da fallen mir dann auch schon mal unpassende Passagen auf.

Technik vorher fertig machen [Detlef Tams]
Versucht, Euch beim Aufnehmen nicht gleichzeitig mit der Aufnahmetechnik rumzuplagen. Das raubt Zeit, Konzentration und Energie. Versucht den ganzen technischen Aspekt vorher in Ruhe so hinzukriegen, dass ihr am Tag der Aufnahme nur noch "aufs Knöpfchen" drücken müsst.

Übertreiben [Detlef Tams]
Nehmt Euch beim Einsprechen bloß nicht zurück. Wenn Ihr glaubt, dass Ihr maßlos übertreibt in der Rolle, ist es meistens gerade richtig für den Hörer. Vergesst nicht, das ihr nur den "Audiokanal" zur Verfügung habt um das Publikum zu erreichen. Der "Videokanal" (Mimik, Bewegung, Aussehen) fällt weg. Also gebt ordentlich Gas und übertreibt lieber als dass Ihr untertreibt.

Betonung [Detlef Tams]
In der Regel gibt es pro Satz immer nur ein Wort auf dem die Hauptbetonung liegt. Zwei Worte die gleich stark betont sind klingen unnatürlich.
  • Eine Hauptbetonung pro Sinnschritt.
  • Die Hauptbetonung ist immer das Neue im Satz (Rhema).
  • Aus Zweitwichtigem (Thema) werden Nebenbetonungen, die Anzahl hängt von der Dichte des Satzes ab.
  • Die Hauptbetonung ist meist im hinteren Satzteil.

Sich identifizieren [T.Hammer]
erst mal 15 min oder länger hinsitzen und sich darüber klar werden, was dieser charakter eigentlich ist, was macht ihn aus. sich da hineinversetzten, während dem sprechen nicht aus der rolle fallen, sondern alles so machen, als wäre man selbst derjenige/diejenige.

Kurze Takes [Schneeschaufel]
Beispiel: Folgende Anweisung liegt vor

Text: "wirklich sicher?" (leicht verunsichert, fragend)

Draus gebaut der Satz der dann eingesprochen wird:
"Ich war eben oben, bist du wirklich sicher?"

Dann wenn der ganze Satz fertig gesprochen ist den Teil vor "wirklich" schneiden und passt.

Im Grunde sollte ein Satz gebildet werden, der den eigentlichen Take genau so beinhaltet wie er später auch sein sollte. Beispiel:

wieder der Text : "wirklich sicher?"

Soll Fragend ausfallen: "Ich war eben nach sehen, bist du wirklich sicher?"
Eher überzeugt: "Ich hab nachgesehen, das kann nicht sein, bist du wirklich sicher?"
Ins lächerliche: "Das kann nicht sein, niemals, bist du wirklich sicher?"

Hecheln [Schneeschaufel]
Wenn ihr mal was sprechen müsst das hechelt (klar, weil gerade um sein leben gerannt ist, was denkt ihr denn) bringen ein paar Kniebeugen vorher gute Hilfe.

Schreien [Chia]
  • An den Deich gehen und gegen den Wind brüllen
  • Beim Autofahren üben - da hört einen wirklich keiner (vor allem auf der Autobahn)
  • Im Stimmsitz schreien damit es nicht so auf die Stimmbänder geht (siehe Details zur Stimme)
  • Erst ein wenig in die Situation reindenken

Gestik und Mimik einbeziehen
Wer ne webcam zu Hause hat, einfach beim Aufnehmen der Sprache Mitlaufen lassen und nachher mal ansehen. So sieht man die Emotionen von einem selber.[Hartmut]

Sich einsprechen/-singen
  • Auf jeden Fall! Erstmal 2 Mal laut vorlesen, ggf. übertrieben deutlich, dann sind zumindest die Artikulations-Werkzeuge schon mal geschmeidig. Das ist aber natürlich quick'n'dirty. Hauptsache man spricht erstmal irgendwas laut, singen geht auch. Das entfernt Flecken und Beläge ;D [Detlef Tams]
  • Wirklich gute Lektüre dazu ist aus meiner Sicht: "Sprechtraining" von Barbara Maria Bernhard. [Detlef Tams]
  • Einsingübungen auf verschiedene Konsonanten (f, s, sch) [Chia]
  • Bleistift zwischen die Zähne klemmen und dann Texte sprechen und zwar so deutlich wie irgendmöglich. Das vermindert nuscheln und bringt eine erheblich deutlichere Sprech - und Singstimme. Wenn deine Wangen dabei richtig schön weh tun machst du es richtig. Dabei auf Bauchatmung achten. Bauchatmung mag erstmal für Sprecher nicht soooo wichtig zu sein aber wenn du Emotionen darstellen willst bleiben dieser bei Bauchatmung deutlicher (so zumindest meine Erfahrungen). [Chia]

Dont's
Aber egal ob singen oder sprechen. Kein Kaffee und keine Schokolade!!!! Kaffee reizt die Stimmbänder und Schokolade ist sehr oft mit Nüssen gemacht und die heften sich an die Stimmbänder und führen schnell zu Heiserkeit. [Chia]

Details zur Stimme [Detlef Tams]
  • Stimmsitz heißt, Schreie in der Indifferenzlage Deiner Stimme. Also nicht zu hoch gehen mit der Stimme.
  • Die Indifferenzlage ist die Tonhöhe Deiner Stimme, die Du hörst wenn Du laut seufzt: Am Ende des Seufzers bist Du in etwa in der Indifferenzlage.
  • Weiterhin wichtig beim Schreien ist die Rachenweite (an Gähnen denken oder bitte einfach mal Gähnen, jetzt: Das Gefühl was Du jetzt hast, nennt man Rachenweite). Also nicht den Hals "eng" machen beim Schreien. Dazu kommt noch die "Minimalluft" und der "Druck von Unten".
  • Minimalluft = Wenig Luft im oberen Brustbereich. (Erreichbar z.B. durch lautes Seufzen)
  • Druck von Unten = Der Muskelapparat im Unterbauch/Po/Lendenbereich schleudert die Luft beim Schreien (oder Sprechen) hinaus. Der Druck kommt also nicht aus der Brust oder gar dem Hals, sonst droht miese Stimmung und Heiserkeit!

Details zur Atmung [Thiudareik]
  • Bauchatmung (costo-abdominale Atmung) ist IMMER wichtig, weil nur die costo-abdominale A. die einzige physiologische ist - weswegen wir ja auch das Zwerchfell als Hauptatemmuskel haben... Wer eine Hochatmung hat (claviculare Atmung) sollte sich schnellstmöglich wieder die Bauchatmung angewöhnen.
  • Um seine Bauchatmung (richtig eigentlich Zwerchfell-Flanken-Atmung) zu trainieren, kann man sich entspannt hinlegen und einen schweren Gegenstand auf den Zwerchfellbereich legen (das Zwerchfell befindet sich ca. 2 fingerbreit um den Bauchnabel) z.B. ein schweres Buch oder man lässt seinen Liebsten/Liebste die Hand mit leichtem Druck dort auflegen und dann versucht man den Atem bewusst dort hinzulegen, wo der Druck ist...
 
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Brigant

Well-known member
AW: Re: Vorgehensweise beim Einsprechen

Ich habe von einem Tontechniker gelesen, der oft Synchronsprecherproben bekommt, dass eines der Hauptaugenmerke bei einem gesprochenen Text die Kommas sind. Soll heissen, in der Schule lernen wir beim lesen lernen wenn ein Komma kommt, mache eine kurze Pause/Zäsur, damit auch jeder weiss, dass da ein Komma ist. Das hört sich dann vorgelesen an.

Das ist aber auch gleichzeitig sehr unnatürlich, denn wir Sprechen selber im täglichen Leben nie so.

"Du Tom (pause) kannst DU mir sagen (pause) wo ich deinen letzen Beitrag finden kann?"

Wenn wir uns denn obigen Satz einmal anschauen, so würden wir den Satz genauso lesen (mit den Pausen) wenn die Kommas im Satz richtig gesetzt wären. Denn so haben wir "vorlesen" gelernt. Aber so sprechen wir nicht, das ist ganz und gar unnatürlich. Wir würden eine Pause machen nach Tom, um dessen Aufmerksamkeit zu bekommen und dann den restlichen Satz in einem Rutsch durchsprechen.

Ich habe mir alte Aufnahmen von mir angehört und es stimmt, ich tappe immer wieder in diese "Kommafalle", wie ich sie nenne. Ich habe aus Spass einmal in alten Aufnahmen die ganzen Kommapausen heraus geschnitten (wo es mir sinnvoll erschien) und das Ergebnis war ein viel flüssigerer, natürlicher gesprochener Text.

Ich versuche seither für das Sprechen die meisten Satzzeichen innerhalb eines Satzes zu ignorieren und diesen in einerm Rutsch durchzukriegen. Natürlich machen Pausen auch Sinn und wir wollen auch den Text nicht durchhecheln. Aber meine Erfahrung hat gezeigt: Lieber Pausen nach einem Satz (man muss ja auch Luft holen) und Sie dafür in einem Satz ignorieren ist meist viel natürlicher.

Das ist ein Tipp den man ganz allgemein ohne grosse Stimmbildung hin bekommen sollte.
 

Dagmar

I'm not weird, I'm gifted
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ROH

Ryan
AW: Re: Vorgehensweise beim Einsprechen

(...) die meisten Satzzeichen innerhalb eines Satzes zu ignorieren (...)

(...) Ignoriert die Satzzeichen"

"Achso, glaubst du."
"Achso, glaubst du?"
"Achso, glaubst du!"
"Achso? Glaubst du!"
"Achso? Glaubst du."
"Achso? - Glaubst du?"
"Achso?! Glaubst du!?"
"Achso! Glaubst du!"
"Achso,- glaubst du."
"Achso,- glaubst du?"
"Achso - glaubst, du!"

"Ich, - versteh das nich. - Nein, ich mein:
Wenn ich es verstehen könnte, - ich, - ich,-
würd ja sagen "Ja", - aber - Ich weiß nich: Wie?
- Und, ja. - Ich versteh's nich."

:eek:

~ wollt nur blödsinn machen... T'schuldigung.^^
 
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Kikifatz

Active member
AW: Re: Vorgehensweise beim Einsprechen

Hier sind wirklich sehr viele gute Ratschläge dabei die für einen Anfänger wie mich bestimmt hilfreich sein werden.
Bisher gehe ich an das Thema sehr intuitiv heran - soll heißen, ich lege meine Sprechproben so an wie ich die jeweilige Situation "spielen oder erleben" würde. Also schon eine Art "method acting" für Amateure hahaha

Vom Empfinden hilft mir das sehr sich in eine Figur oder Rolle hinein zu versetzen.
Dazu gehört für mich auch ganz klar das Proben und durchspielen der einzelnen Facetten.
Je nachdem wie ich die Figur oder den Ablauf der Geschichte sehe.
Auf gut Deutsch geht eine Menge aus dem Bauchgefühl bei mir heraus.
Ob es am Ende reicht... da werdet ihr mir hoffentlich bald Auskunft geben können.
Ich hoffe Heute oder Morgen schon meine 1. Proben hier einstellen zu können- Bin schon ganz aufgeregt!! :eek:
 
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Tine Brecht

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*nicht die Chia, er ist. antworten trotzdem, er tut*
Stimmsitz heißt, Schreie in der Indifferenzlage Deiner Stimme. Also nicht zu hoch gehen mit der Stimme.
Die Indifferenzlage ist die Tonhöhe Deiner Stimme, die Du hörst wenn Du laut seufzt: Am Ende des Seufzers bist Du in etwa in der Indifferenzlage.
Weiterhin wichtig beim Schreien ist die Rachenweite (an Gähnen denken oder bitte einfach mal Gähnen, jetzt: Das Gefühl was Du jetzt hast, nennt man Rachenweite). Also nicht den Hals "eng" machen beim Schreien. Dazu kommt noch die "Minimalluft" und der "Druck von Unten".
Minimalluft = Wenig Luft im oberen Brustbereich. (Erreichbar z.B. durch lautes Seufzen)
Druck von Unten = Der Muskelapparat im Unterbauch/Po/Lendenbereich schleudert die Luft beim Schreien (oder Sprechen) hinaus. Der Druck kommt also nicht aus der Brust oder gar dem Hals, sonst droht miese Stimmung und Heiserkeit!
Das ist mal eine präzise Beschreibung!
 

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