Lauschecke

Lauschecke
Hallo liebe Community,

bin beim Stöbern in YouTube auf dieses kurze, aber interessante Video gestoßen. Für die Profis vom Thema "Sounds & Co." wahrscheinlich eher Pillepalle, aber ich fands sehr interessant, diese Thematik mal beleuchtet zu sehen und wollte es euch nicht vorenthalten

 

soundjob

Mucketier, Tontüte & Hörspielfrisör
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Ich lasse "Making Waves" da.
(Die sehr tolle Doku und "Muss" für Sounddesigner, mit lehrreichen Blick hinter den Soundkulissen der Hollywood-Filmindustrie, wird sicherlich nicht lange auf YT bleiben)

 

pio

Autor, Audio Engineer (BA), Sprecher und Musiker
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Ich lasse "Making Waves" da.
(Die sehr tolle Doku und "Muss" für Sounddesigner, mit lehrreichen Blick hinter den Soundkulissen der Hollywood-Filmindustrie, wird sicherlich nicht lange auf YT bleiben)

Das Video gibt es schon drei Jahre auf YT. Das wird nicht so schnell verschwinden. Im Übrigen ist das sehr zu empfehlen... :cool:
 

pio

Autor, Audio Engineer (BA), Sprecher und Musiker
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Woran mehrk man, dass YT völlig kaputt ist? Versucht man das Video in seiner Liste zu speichern kommt das....:ROFLMAO:
Bildschirmfoto 2025-03-30 um 11.10.22.png
 

soundjob

Mucketier, Tontüte & Hörspielfrisör
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Gibt ja auch große Kinder 😁

Naja... ich hatte das Video schon mal vor langer Zeit drin/gesehen (war im ARTE-Channel), dann war es wieder weg, gesucht, wieder gefunden, wieder gelöscht... naja, durch die "Kindersicherung" scheint es dem Blockieren ja erfolgreich entgangen zu sein :ROFLMAO:.
 

pio

Autor, Audio Engineer (BA), Sprecher und Musiker
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Na, da fallen wir ja wohl alle drunter, oder?
 

soundjob

Mucketier, Tontüte & Hörspielfrisör
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Danke. Ich wollte eigentlich nur kurz "reinspähen" und bin eineinhalb Stunden festgehangen
Ja, das geht mir manchmal genauso. (y)
Eigentlich hat man anderes zu tun, aber wenn dann eine gute Doku läuft, dann kann man sich dieser nicht erwehren... und wenn im Anschluss dann noch eine...
... dann kann auch ich mitunter schon mal vergessen, dass ich vor drei Stunden ein Regal zur Hälfte angeschraubt habe, welches nach wie vor auf "halb Acht" hängt 😁
 

Spirit328

Aff un zo jeht et uns jar nit schlääsch!
Teammitglied
Wenn einen die Muse so richtig intensiv knutscht und man sich in das vertiefen kann, was einen postiven Beitrag zum eigenen Erleben beiträgt, dann ist das schon ziemlich nah an meiner Definition von Glück.
Man wird hin und wieder von Banalitäten gestört, wie Essen, Trinken, Schlafen und dergleichen, aber auf solche fast bedeutungslos scheinenden Einwürfe kann man im kreativen Prozess einfach keine Rücksicht nehmen.

... und dann, irgendwann und völlig unvermittelt kommt der Moment, wo dieser Flow entsteht, der einen auf einer Tsunami gleichen Welle der Glückseligkeit aus dem hier und jetzt davon trägt und dieses Glücksgefühl sich immer weiter intensiviert, je länger es dauert. Es entschädigt in Sekunden für die zahllosen Stunden des Probierens und kontinuierlichen Scheiterns an den eigenen Ansprüchen und/oder Fähigkeiten.
Doch dann, wie durch eine Einstein-Rosen-Brücke, kommt man in dieses Universum, das alle Möglichkeiten bietet, wo alles Mögliche möglich ist und nicht nur bloß möglich scheint.

Dieses Gefühl kenne ich aus meiner aktiven Zeit am Pult, wenn dieser Groove aufkam und die Energien von der Bühne sich mit denen aus dem Publikum verstärken und sich gegenseitig immer weiter intensivieren und ....
..... ich vermisse es wie sonst nichts in meinem Leben.

Manchmal, wenn ich an Aufnahmen "schraube", mir neue Aufnahmetechniken ausdenke (und sie dann auch endlich funktionieren) oder einen für mein Empfinden passenden Sound für eine Hörspielszene erarbeite und es endlich so klingt, wie ich mir das gewünscht habe, dann ... dann kommt das dem schon ein bißchen nahe, wird es aber NIE erreichen!

Ich gönne den gezeigten Sound-Designer und -Engineers ihr Glück aus aller tiefstem Herzen, weil ich weiß wie sich das anfühlt wenn man seinen Traum leben kann und ich kann es ihnen ganz deutlich "ansehen".
Dennoch bin ich neidisch wie ein kleines Kind, das sieht, dass seine Geschwister die größere Eiskugeln bekommen haben.

Was mich jedoch ein bißchen aufbaut ist die Tatsache, dass gerade diejenigen, die Neues und Unerhörtes gewagt haben die Ton-Welt durch ihre Pionierarbeiten nach vorne gebracht haben.
Nie werde ich den Moment vergessen, wo im ersten Star-Wars Film das Schiff der Rebellen vom mächtigen Sternenzerstörer verfolgt über meinen Kopf hinweg von hinten zu fliegen schien. Und das war gerade mal 5.1! Das gibt es heute als kompakte Soundbar und klingt gar nicht mal schlecht; bis etwa 150 Hz runter. ;)
Dann kam THX und später Dolby Atmos und es klingt immer noch imposanter und vermittelt einen immer intensiveren Eindruck einer anderen Welt.
Dennoch bleibt es solides Handwerk, bei aller IT-technischen Unterstützung. Wie Frau Streusand so unglaublich zellibriert ... HIER und man im Re-Recording SIEHT. Die kompetente Kollegin wird ein Mal die Woche neue Rollen an ihrem Stuhl gebraucht haben ;)

Was mich immer wieder auf's Neue fasziniert, motiviert und inspiriert ist die Imagination eines Klangs, eines speziellen Erleben eines Klangs, etwas Neues und Unerhörtes, im mehrfachen Sinne des Wortes.
... nicht zu letzt deswegen finde ich die stereotypen Ledersohlen auf Asphalt in Hörspielen so ... nun Ihr wisst schon was ich meine. ;)

Wenn man sich die Story mancher heute weltweit bekannter Regisseure und Sound-Desginer ansieht, dann sieht man häufig auch den ein oder anderen Knick in ihrer Karriere oder wo sie knapp vor dem wirtschaftlichen Ruin standen. Ich meine, wenn diese Leute nicht doch noch irgendwie die Kurve bekommen hätte, wären sie ein weiteres bedauernswertes Leben auf der Straße in Armut.
Sie haben wirklich viel riskiert und es sagt sich so leicht, dass man gegen die Bosse von WB oder Universal dagegen gehalten hat. Da ging es um Millionen von Dollar und wenn man das in die heutige Zeit umrechnet werden diese Summen sehr schnell sehr viel größer.
Sollte es uns als ethusiastische Hobbyisten, beherzte Amateure, Semi- und auch echte Profis nicht motivieren etwas mehr Experimentierfreudigkeit und Risikobereitschaft zu zeigen? - Ich denke schon!
Was kann im schlechtesten Fall passieren? Man bekommt ein paar negative Kommentare und gewinnt keinen Preis. So what?
Auf jeden Fall lernt man sehr viel und vielleicht findet man durch das Feedback den "richtigen Dreh", um die eigenen Vorstellung von Sound so umzusetzen, dass die Zuhörer es auch "verstehen" und hoffentlich auch genießen können.

Riskiert mal etwas. :)
Andere haben schon viel mehr riskiert und um viel höhere Einsätze gepokert.
 

DerOtter

⭐ (Schau-)Spieler, (Film-)Macher, (Sound-)Fan 🦦
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@Spirit328 das sind ganz, ganz tolle und richtige Worte!

Ich führe ja selbst auch Regie und es macht so unglaublich viel Spaß, sichneuem hinzugeben, ohne daruf zu achten, ob es auch jedem gefällt.

Natürlich mögen wir alle Lob - aber wie schön ist ein Lob für das Ungewöhnliche, das Unerwartete?

Lasst uns zusammen mutig sein, entdecken, die Ideen der anderen nutzen - alles in allem: nehmt mich mit! Ich bin dabei!
 
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