Korrekte Aussprache "-ig"

Meli

Schauspielerin/Zeichnerin
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AW: Re: Korrekte Ausprache des "-ig"

Japps, es wird weich, also "...icht" am Ende ausgesprochen. :)
 

Rainer

Well-known member
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Danke für den Link, der Artikel fasst es richtig gut zusammen :)

Das mit dem Könichreich scheint ja wirklich vertrackt zu sein. Sogar Christian Rode spricht es im Titania-Hörspiel "Der kleine Lord" falsch aus ;)
 

Kristof

Dipl.-Opernsänger
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Lustig, dass es zu -ig einen soooo langen Thread gibt :-D

Dabei ist es so einfach: -ig als Silbe ist in der deutschen Hochlautung grundsätzlich immer -ich. (Das gilt natürlich nicht, wenn i und g zufällig aufeinandertreffen wie in Tiger 😆)
  • Selig = Selich
  • Heilig = Heilich
  • König = Könich
  • wonnig = wonnich
  • Königsmantel = Könichsmantel
  • Obrigkeit = Obrichkeit
  • Heiligsprechung = Heilichsprechung
  • Heiliggeistkirche = Heilichgeistkirche
Ausnahmen gibt es genau zwei:

Wenn direkt an das -ig ein Vokal angehängt wird: -ig
  • Selige
  • Heilige
  • Könige
  • Königinnensuppe 🤷‍♂️
  • Wonnige
Folgt direkt nach dem -ig eine Silbe, in der ein „ch“ vorkommt: -ig
  • Königlich
  • wonniglich
  • Königreich (!)
Bei z. B. „Heiligsprechung“ ist zwischen -ig und -chung noch die Silbe „spre“ … und damit folgt die Silbe mit ch nicht mehr direkt nach dem -ig. Also gilt Regel 1: -ig ist grundsätzlich -ich. Heilichsprechung.
 
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WolfsOhr

Mario Wolf
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Ha ha, ist fast 5 Jahre nicht mehr hochgekommen der Thread! 😂
Aber es ist definitiv gut das regelmäßig zu machen, denn man hört das so oft nicht nach hochdeutscher "Norm". Von daher mal wieder (y)
Und im Zweifelsfall findet man die Aussprache meistens z.B. auch im Duden (auch online).

In dem Zuge könnte man z.B. auch mal die Endung "...ng" erwähnen, dass die nicht auf einem gesprochenen "k" endet sondern tatsächlich auf "g".
 

Super8

Fröhlicher Pessimist
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Es gibt ein "Sprechtechnisches Übungsbuch" von Vera Walser-Eberle, von meiner Lehrerin liebevoll das "Basler-Eberle" genannt, auf den Gebrauchtmarkt oft für einen Euro angeboten, da steht alles zur "amtlichen" Aussprache drinnen... Fand und finde ich immer sehr hilfreich..
 

schmidtmader

ohne Jodeldiplom
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Genau so geht es mir auch, der Vokal ist aber in einer neuen Silbe / neues Wort. Und wie @Kristof schrieb:
Bei z. B. „Heiligsprechung“ ist zwischen -ig und -chung noch die Silbe „spre“ … und damit folgt die Silbe mit ch nicht mehr direkt nach dem -ig. Also gilt Regel 1: -ig ist grundsätzlich -ich. Heilichsprechung.

Es hieße ja "einzich" einzeln und nach Kristofs Erklärung wäre es eigentlich Einzichartichkeit!? Weil die Silbe -art dazwischen liegt...?
 

Super8

Fröhlicher Pessimist
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Also vom Gefühl her hätte ich auch Einzichartichkeit gesagt, aber lt. Basler-Eberle ist es zu "vermeiden" -ig als -ich zu sprechen, wenn in der nächsten Silbe ein zweites ch folgt, oder eben der Vokal. Also es folgt das a und man muss ja - artich sagen. Da steht auch leider keine Ausnahme drin. Meine Mutter kann mir leider nicht mehr helfen...
 

Kristof

Dipl.-Opernsänger
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Es hieße ja "einzich" einzeln und nach Kristofs Erklärung wäre es eigentlich Einzichartichkeit!? Weil die Silbe -art dazwischen liegt...?
Da habe ich ja etwas angestoßen :-D

Einzichartichkeit.

Das 'a' von -artig gehört schon zur nächsten Silbe, folgt dem -ig also nicht „unmittelbar“. Ich hätte vielleicht schreiben müssen: „wenn ein Vokal an das 'g' angehängt wird“. Es ist ja „Kö | ni | gin“ aber „ein | zig | ar | tig“.

Also „einzi[ch]arti[ch]“ und „Ein | zi[ch] | ar | ti[ch] | keit“

@schmidtmader die Silbe -art dazwischen ist egal, es gilt nur für Silben, die auch mit 'ch' geschrieben werden, nicht, wenn noch ein -ig folgt. Da muss ich noch mal meine alten Unterlagen rauskramen.

Ich stimme aber @Super8 zu, dass „Einzi[g]arti[ch]“ von vielen bevorzugt wird. Ich höre das recht häufig. Laut meiner Sprecherziehungslehrerin ist es aber offiziell „Einzi[ch]arti[ch]“ :unsure:
 
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