Gefühlsecht

Dennis Künstner

Administrator
Teammitglied



Gefühlsecht

Kurzhörspiel, ca. 15 Minuten Laufzeit, Genre: Science Fiction

Inhalt:
Das Gericht befindet den Angeklagten Albert Heinen im Sinne des Paragraphen 243 des Strafgesetzbuches in der Fassung vom 01.07.2076 für schuldig, irrationale Hilfeleistung an einer ihm unbekannten Person begangen zu haben. Das Urteil lautet sechs Monate Gefühl ohne Bewährung. Eine Berufung wird nicht zugelassen. Das Urteil wird im Anschluss an das Verfahren vollstreckt. Die Verhandlung ist geschlossen.

Die Sprecher:
(DJ Force) Björn Korthof ........Erzähler
(Sprecher) Stefan Naas...........Albert
(Dr. Markuse) Markus Haacke.........Dr. Ernst Reichel
(ThudaDragon) Sven Matthias.........Dr. Hansen
(herr.bert) Herbert Ahnen.........Wärter
(Achim) Achim Klotz...........Richter
(Diabsi) Helmut Buschbeck......Chef
(Zoe) Frauke Hemmelmann.....Ansagerin
(Joe Adder) Karsten Sommer........Anwalt
(Masterofclay) Marco Rosenberg.......Credits

Cover: Wolfram Damerius (Der Graf)
Regie und Schnitt: Dennis Künstner (Insane)

Geschichte:
Frederic Brake

Soundeffekte:
thefreesoundprojekt
(http://www.freesound.org)
unter Verwendung der CC-Lizenz 1.0
(http://creativecommons.org/licenses/sampling+/1.0/deed.de)


Tja, da bin ich mal auf das Feedback gespannt, weil ich es ja eher etwas minimalistisch/experimenteller ist, vielleicht für einige auch katastrophal und andere mögen den Stil eventuell. Haut in die Tasten, ich freu mich über jedes Feedback :)

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Zuletzt bearbeitet:

Dirk Hardegen

www.Ohrenkneifer.info
AW: Gefühlsecht

Sehr dicht, sehr intensiv, sehr schön. auch mal ein ganz anderer akustischer Ansatz: nämlich nicht Hörspiel als Hörfilm, sondern vor allem aufs Gefühl/Stimmung abzielend. Gefühlsecht eben.
Atmet mehr den geist eines radiohörspiels, als - sagen wir: einer Europa-Produktion - muss man konzentriert hören und genießen, kein Ding für nebenbei.
So mag ich es. mehr davon.
 
P

ProsaKillerin

Guest
AW: Gefühlsecht

Wieso? Da im Abspann diese Musik, bzw. Töne... Egal... :D

(rein persönliche "Kritik")
Also die Story ist richtig cool. Erinnerte mich schon beim Durchlesen der Beschreibung an Equilibrium.
Zweiter Gedanke war: Gefühle als Bestrafung? Wie soll das denn gehen? Es geht sehr gut, wie ich hörte.

(Rezensionsversuch):
Von Schnitt und Sound: Sehr intressante Mischung. Vor allem am Anfang. Dieser elektrische Sound im Hintergrund, sehr gut. Etwas irritierend fand ich das sich wiederholende "nicht schuldig". Und das Geräusch der Spritze ist auch etwas seltsam.

Ist es in diesem Fall ein Lob, dass die Sprecher (außer jener mit diesem Namen) sehr emotionslos waren? Falls ja (die mir "hängengeblieben" sind):
- Dr. Markuse: schöne Erklärung, ohne den geringen Anflug von Gefühl.
- Sprecher: sehr überzeugend das Spiel, die Gefühle kennenzulernen.
- Thuda: auch überzeugend, nur teilweise etwas bedauernd, was aufgrund der Geschichte etwas verwirrend ist.
- DJ Force: führt sehr gut durch die Geschichte. Könnte man ewig zuhören.

Alle anderen waren ebenfalls sehr schön zu hören.

Fazit: Schönes, kurzweiliges Hörspiel mit interessantem Ende.
 

Mond

Well-known member
AW: Gefühlsecht

Jau war cool, ich glaube für ne richtige Rezi ist das Ding ein bisschen zu kurz (ausserdem bin ich faul).

Es gab eigentlich nur eine Sache die mich gestört hat, nämlich dieses ständige wiederholen des Satz "Für Schuldig." Besonders das Echo nervte. Das ganze wäre weniger schlimm, wenn Achim Emotionen hätte zeigen können bei diesem Satz, aber das ging ja leider nicht.

Ansonsten wirkt die experimentelle Atmo sehr gut, besonders die "Atari-Musik" wirkte verdammt gut!

Zu den Sprecherleistungen kann man ja nicht viel sagen, aber die jenigen die Gefühle zeigen durften haben das gut gemacht (Sprecher und Dj Force).
Allerdings ist mir (wie Prosa) aufgefallen das Thuda doch einen leichten Anflug von Emotionen zeigte, das war wirklich irritierend.
(Sprecher hat echt ne geile Stimme :))

Das Skript war auch super, das Thema gefällt mir.

Mfg Mond
 

Diabsi

Helmut Buschbeck
Sprechprobe
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AW: Gefühlsecht

Ich hab`s zu meiner Hörspielsammlung dazu gefügt. Es war für mich eine echte Überraschung, dass ein Hörspiel mit diesem Thema im Genre Science Fiction Bereich produziert werden kann. Die Umsetzung eines stark geschriebenen Scriptes zu einem Kurzhörspiel ist sehr gut gelungen. Es hatte sich bei mir von Anbeginn an eine erwartungsvolle Spannung aufgebaut, welche auch bis zum Schluss erhalten blieb. Der Inhalt ist nicht schlechthin Fiction sondern auch Anregung zum Nachdenken.
Haben wir es nicht aktuell in unserem Leben nicht selten mit Entscheidungen ohne Gefühl zu tun? Das Hörspiel wurde mit guten Effekten und Geräuschen produziert, welche die Spannungsphase immer wieder neu aufbaute. Die einzelnen Schläge würden für mich den gleichen Effekt erreichen, wenn sie etwas leiser kommen würden. Ich hatte in diesem Moment die Verbindung zum aktuellen Geschehen verloren und mich auf die Schläge konzentriert. Das ist aber von mir das einzig Erwähnenswerte. Für mich ein bemerkenswertes Beispiel, dass ein Kurzhörspiel, wird der Spannungsbogen aufgebaut in sehr guter Qualität präsentiert werden kann.
Diabsi
 

DJ Force

Well-known member
Sprechprobe
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AW: Gefühlsecht

Ich muss mich allen Kommentaren absolut anschliessen. Wobei ich Thudas Aufblitzen von Emotionen nicht so befremdlich fand, hat sein Charakter doch die gleiche Strafe hinter sich. Zugegeben, zuerst dachte ich dabei an ein Setting wie Equilibrium oder Fahrenheit 451, die Bildung eines Untergrunds mit dem Doc in einer Schlüsselposition. Und vielleicht wäre es ja auch dazu gekommen, wenn man die Geschichte weiter gesponnen hätte. Aber Albert musste sich ja das Leben nehmen.... Man weiss es nicht, nur der Autor kennt die Hintergründe. Aber eine "eigene Note" mit einzubringen und dadurch einen Gedanken zum Gesamtwerk hinzu zu fügen ist nicht verkehrt. Besonders nicht bei einer Geschichte, die zum Denken anregen will.
Und die ständige Wiederholung des Schuldig fand ich eigentlich sogar sehr schön :)

Das einzige, was ich auf der technischen Seite anders gemacht hätte, ist das Tempo des Schnitts. Ich hätte manche viele Stellen deutlich langsamer geschnitten, um der Geschichte mehr Platz zur Entfaltung zu bieten, so wirkte es auf mich ein wenig hastig. Aber das ist nur ein kleiner Mückenstich in einem ansonsten durch und durch überzeugenden Kurzhörspiel.
 

Frederic Brake

Berufspessimist
AW: Gefühlsecht

Hallo zusammen,

als Autor (lasst Euch nicht vom Nick verwirren :) ) kann ich allen Beteiligten nur ein riesengroßes Lob aussprechen. Ich bin völlig begeistert. :yahoo:
Sowohl die Umsetzung der Geschichte in ein Skript wie auch die Sprecherleistungen und den Schnitt finde ich exzellent.Leider gibt es kein Huldigungssmiley, sonst würde ich es setzen.


Das die Geschichte ebenfalls überzeugen konnte, freut mich natürlich ebenfalls.

Das das Thema zu mehr als nur einer Kurzgeschichte taugt, habe ich schon mehrfach gehört. Irgendwann werde ich vielleicht tatsächlich Albert zum Rebellen machen, der mit dem Antidot die Welt überschwemmt.

lg
Frederic Brake
 
L

LillyHidomi

Guest
AW: Gefühlsecht

Hallihallo!

Ein schönes kleines Hörspiel, hat mir gut gefallen :lach:

Allerdings hatte ich mir nach dieser Warnung etwas GANZ anderes vorgestellt. Im Grunde genommen war es doch ein ganz klassisches Hörspiel - abgesehen von der ausgefallenen Musik (Lob übrigens für das Einpflechten des "für schuldig"-Ausspruchs in die Musik, das hat wirklich etwas hergemacht). Aber insgesamt hat sich das doch alles im Rahmen eines ganz klassischen Hörspiels bewegt und in den Spielräumen, die dieses ja auch lässt.
Ich hatte erwartet mit irgendwelchen permanenten Störgeräuschen konfrontiert zu werden, die irgendwie für sich die Geschichte darstellen oder so etwas :grins:

Nichtsdestotrotz ein wirklich schöner Cut - habe ich jetzt ebenfalls nicht als minimalistisch empfunden. Wenn er das war, hast du das echt gut kompensiert, Insane-sama :grins:

Die Sprecher haben auch allesamt saubere Arbeit geleistet! :lach:

Zum Inhalt:
Ich finde die Idee von der gefühllosen Welt und den Gefühlen als Strafe wirklich toll, da wäre ich nie drauf gekommen :lach: Das hat was!
Mir hat aber irgendwie noch so ein kleiner Knall innerhalb der Geschichte gefehlt - irgendetwas, das dem Hörer konkret gezeigt hätte, wieso es für den Protagonisten so toll ist, zu fühlen. Der Toast war für mich einfach ein sehr schwaches Argument.
Natürlich fällt es so oder so schwer, die Empfindungen des Protagonisten nachzuvollziehen - ich fühle schließlich immer :grins: - aber ich denke, mit noch einem tiefer gehenden konkreten Beispiel hätte man noch viel deutlicher machen können, dass Gefühle etwas Wundervolles sind. Wobei das natürlich eine schwierige Sache ist, wenn alle um den Protagonisten herum nichts fühlen, da wäre dann das Fazit vermutlich zwangsläufig ein anderes gewesen... (Dann hätte es ihn wohl wirklich verrückt gemacht, wie der Arzt meinte, wenn ich mir jetzt vorstelle, er hätte sich zum Beispiel verliebt, es sei denn, er hätte einen anderen "Knacki" getroffen :grins: Wobei ich das überaus interessant gefunden hätte!)

Trotzdem: Eine wirklich schöne und einfallsreiche Idee und eine nette Sache für Zwischendurch. Danke für dieses Hörspiel, hat etwas! :lach:
 

Brandywine

Falko Diekmann
AW: Gefühlsecht

Habs auch grad durch.

Hat mir insgesamt sehr gut gefallen.

Der weiträumige Verzicht auf Soundeffekte (da waren glaub ich nur die Schritte, ne Tür und eine Uhr) passt zu der sterilen, totalitären Gesellschaft.
Die Atmos die du drunter gelegt hast unterstützen das sehr gut.

Die Geschichte an sich fand ich auch interessant.
Da wäre durchaus mehr Spielzeit drin gewesen. Einige Erklärungen fand ich persönlich zu einfach und zu naheliegend.
Warum die Emotionen ausgemerzt wurden usw.
Bei der kurzen Laufzeit muß man Infos aber wohl vereinfachen; wie gesagt ich seh da noch mehr ;)

Die Verzweiflung die sich dann langsam entwickelt kommt auch sehr schnell und eigentlich wenig begründet. Die Hauptperson hat zwar schon ein ziemliches Wechselbad der Gefühle hinter sich, Sachen die ihn wirklich aus der Bahn werfen würden sind aber nicht passiert.
Sein Entschluß am Ende ist schon nachvollziehbar.
Aber ich hätte ihm mehr angetan.

Mehr Verzweiflung, Schweißausbrüche und völlige Handlungsunfähigkeit vor Angst. Panik, Wut, Ekel...das ganze Programm halt ;)

Das liest sich jetzt vllt. so als ob´s mir eigentlich doch nicht gefallen hätte, stimmt aber nicht.

Darf´s auch etwas mehr sein?

In diesem Fall, ganz klares Ja von mir. :thumbsup:
 

Frederic Brake

Berufspessimist
AW: Gefühlsecht

Hier ein Ausschnitt aus dem Originalmanuskript, der einige vertiefende Eindrücke zu Albert und seinem Schicksal liefert. Mehr kann und darf ich nicht veröffentlichen, da die Geschichte im November im Rahmen einer Anthologier veröffentlicht wird :
Der Blick in die seelenlosen Gesichter ist mehr, als er ertragen kann. Die Verwirrung, die Qual, die Gefühle mit sich bringen sollen, lernt er nicht kennen. Mit der Zeit jedoch verblasst das Leuchten der Dinge um ihn herum. Er findet heraus, dass es nichts mehr wirklich Schönes oder Erstrebenswertes gibt. Kunst und Literatur sind in den Feuern der vergangenen Kriege fast vollständig verbrannt. Und Neues wird nicht geschaffen. Es gibt keine Leidenschaft mehr, die Neues erschaffen könnte. Enttäuschung ist ein ekelhaftes Gefühl, das Albert auf keinen Fall vermissen wird.
In ihm erwacht nach und nach der Drang, seine Empfindungen mit anderen Menschen zu teilen. Doch mit den toten Gesichtern um ihn herum will er nicht sprechen.
So lernt Albert noch ein Gefühl kennen.
Einsamkeit.
Andere Fühlende kann er nicht finden. Es gibt sie, muss sie geben, das weiß er. Doch niemand will sie kennen. Sie werden verschwiegen. Es darf sie nicht geben. Ihn darf es nicht geben.
Albert gäbe alles darum, nichts mehr zu fühlen. Nie wieder zu fühlen.
Dann sieht er bei einem Spaziergang eine Blume, die der Allmacht der Strassenreinigung entkommen ist. Sie hat sich trotzig an einer kleinen Schadstelle im Bürgersteig festgeklammert.
Albert sinkt vor ihr auf die Knie, versinkt im Wunder ihres Anblicks, ignoriert von den zielstrebig dahin hastenden Gefühlstoten um ihn herum. Dieser Moment alleine ist schon allen Schmerz wert, den ihm seine Gefühle bescheren können.
»Warum bleibt ihr nicht einen Moment stehen und schaut euch dieses Wunder an?«, fragt er die vorbei Hastenden. Niemand bleibt stehen, niemand sieht die Blume.
Alberts Einsamkeit kondensiert zu Verzweiflung.


lg
Frederic
 
J

Jonathan Harker

Guest
AW: Gefühlsecht

Hab es mir gerade angehört und war zugegebenermaßen etwas irritiert,:gruebel:
auf das Puristische mußte ich mich erstmal einlassen.

Doch nach und nach hat mich dieses Hörspiel in den Bann gezogen und mich voll und ganz überzeugt.Mal eine ganz andere herangehensweise. :thumbsup:Innovativ,spannend,überraschend und zu guter Letzt mit Sprechern die alle einen hervorragenden Job gemacht haben. Ein weiteres Hörspiel, das gerade frisch auf Cd gepresst, seinen Weg in meine Sammlung gefunden hat. :music:
 

aurelin

Where ist online?
AW: Gefühlsecht

Ich bin sehr begeistert von "Gefühlstecht". Ich finde es auch nicht zu kurz oder puristisch, denn gerade durch seine Machart bringt es die Story weit nach vorne.
Überhaupt steht das Gesprochene (also die Sprecher) in einem eher unüblichen Verhältnis zum Erzählten - es ist nicht, wie sonst in Hörspielen, der Hauptanteil, sondern illustriert "nur" das Erzählte. Das passt aber perfekt, da der Erzähler ja mehr Emotionen zeigt, als die Figuren. Somit bekomme ich beim Hören eine Nähe zum Erzählten und zu Albert und habe eine umso größere Distanz zu den anderen Sprechern. Ein effektiver Kunstgriff!

Als Sprecherin fiel mir Zoe total positiv auf. Die Stimme klingt zwar beim ersten Hören emotionslos, aber wenn man genauer hinhört, dann sind da viele feine Nuancen. Fand ich richtig toll.
Wie gesagt, auch DJ Force als Erzähler fand ich gut gewählt. Ich hätte allerdings ein paar mehr "Sinnpausen" gelassen, so dass das emotional Erzählte ein bisschen mehr Zeit zum wirken gehabt hätte.
Albert/Sprecher letzte Sätze: Wow - Gänsehautfeeling. Dicht und intensiv!

Das Skript hat mir sehr gut gefallen. Es ist vielschichtig und wirft Fragen auf, die auch viele aktuelle Bezüge erkennen lassen. Mehr davon! Ich finde es toll, wenn man nach dem Hören erstmal kurz innehält und das Echo der Geschichte viele Gedanken in einem anregt!

Das ganze Hörspiel geht seinen eigenen Weg, was den Cut angeht. Dieser schafft es durch seine ganz eigene Handschrift, die Intensität der Story umzusetzen. Gerade dadurch, dass die Musik kühl ist, die Story nicht aufgeblasen/verlängert wurde und alles sehr dosiert an die Ohren kommt, entstehen für mich umso mehr Gedanken und Gefühle zum Erzählten. Der Cut lässt einfach Platz für das, was der Hörer einbringen kann.
Ich habe das ganze auf einem kleine MP3-Würfel gehört und da war der ganze Sound zudem sehr transparent, als auch für das Mastering ein großes Lob.

Eine gelungene Produktion, vielschichtig und letztlich mit viel Sensibilität für das Skript umgesetzt!
 
S

Sprecher

Guest
AW: Gefühlsecht

Beteiligte sind vielleicht schnell zu begeistern, aber ich möchte mich nicht zurückhalten. Wow - ich finde "Gefühlsecht" großartig. Auch ich erinnerte mich in erster Linie an Equilibrium. Hätte nie gedacht, dass man so ein Thema in einem Hörspiel so geil umsetzen kann! Ich finde die Story von Frederic super - Kompliment! Und auch der Schnitt und die ausgewählten Geräusche und Effekte von Insane sind klasse. Dieses Experimentelle passt unglaublich gut. Das Wiederholen der Worte "für schuldig" hat mich in keinster Weise genervt. Im Gegenteil - es zog sich wie ein roter Faden durch die Story und erinnert immer wieder an die Atmosphäre, in der die Menschen leben. Und die sind von den SprecherInnen klasse dargestellt worden. :thumbsup:
 

Markus Haacke

alias Doc Markuse
AW: Gefühlsecht

Ich mache es kurz. ;)

Mir hat es überraschender Weise gut gefallen. Ich habe nach Dennis Bemerkungen echt schlimme Soundexperiemente erwartet (mit weißem Rauschen und so :lach:)
Aber ich bin angenehm überrascht worden.

Die story finde ich klasse, doch ich bin der Meinung sie wäre es wert in einem langen, sprich ausführlicheren Hörspiel dargestellt zu werden. Insofern finde ich die Wahl, das ganze als Kurzhörspiel umzusetzen nicht optimal.

Sounddesign, Cut und Sprecherleistung sind durchweg gut bis sehr gut gelungen. Naja, die meisten 'durften' dabei ja auch nicht sonderlich schauspielern. :zwinker:
Das wiederholen des Wortes 'Schuldig' enpfinde ich als gelungenes Stilmittel.

Ist eine schöne Produktion geworden. Daumen ab -äh- hoch dafür. :lach: :thumbsup:
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Pandialo

P. Zweimann / Paul Conrad
Sprechprobe
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AW: Gefühlsecht

Ich hab's auch grad gehört. Und kann den meisten nur zustimmen.
Es ist wirklich gut geworden, die Athmo ist wirklich schön dicht und eigentlich hat die Story das Potenzial für was längeres. Nur die Musik hätte ruhig noch etwas ausgefallener sein können, Geräusche sind bei mir was anderes. Wobei ich da wohl kaum ein Maßstab bin. ;)
Alles in allem also wirklich gelungen. Großes Lob.
 

Frederic Brake

Berufspessimist
AW: Gefühlsecht

Nachdem die erste Euphorie vorbei ist und ich das Hörspiel nochmals angehört habe, bin ich nach wie vor begeistert. Es ist schon ein tolles - um nicht zu sagen geiles - Erlebnis, wenn Wörter, die man vorher immer nur in seinem Kopf gehört hat, plötzlich aus Lautsprechern erklingen.
Das Feeling der Geschichte ist genial umgesetzt, die Sprecher superb. Es freut mich besonders, dass Stimmen dabei sind, die schon Geschichten von mir zu akustischem Leben erweckt haben. Namentlich sind dies ThudaDragon, der "Meer der Ruhe" eingesprochen hat, sowie Dj Force und Diabsi, die als Erzähler und Zauberer in der Hörbuchproduktion "Dämonischer Frühling" mitgewirkt haben.
Aber auch die anderen Stimmen, insbesondere Sprecher als Albert, waren außergewöhnlich.
Der Cut, die Musik und die Atmo schaffen eine Umgebung, in der sich die Stimmen und die Stimmung wunderbar entfalten können. Die ganz leichte Emotionalität, die Thuda in seine Takes legt, verschafft der Szene eine ganz eigene Eindringlichkeit.
Kurz und Schluss:
Weiter so!

lg
Frederic
 
A

Arielle

Guest
AW: Gefühlsecht

Das Hörspiel ist super. Nachdem ich die Beschreibung gelesen habe, habe ich was ganz anderes erwartet. Dachte mir zuerst das es sehr verwirrend würde. Aber die Story ist richtig gut. Das hallende "Schuldig" macht eine super Atmosphäre und es ist spannend und interessant gleichermasen. Die Soundeffekte passen sehr gut und die Sprecher haben das ganze Stück zu etwas besonderen gemacht, das ich gerne weiterempfehle.
Sowas höre ich gerne mal wieder. Das einzige was mich stört, ist die Inhaltsangabe/Beschreibung welche mich beinahe vom HÖren abgehalten hätte.
 

topracer

Frederic Jacob
Sprechprobe
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AW: Gefühlsecht

Sehr interessante Story, gute Umsetzung, alles in allem ein sehr schönes Hörspiel. Auf die Thematik muss man erst mal kommen :).

LG,
topracer
 

SunnyMerle

Well-known member
Sprechprobe
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AW: Gefühlsecht

Diese Geschichte war eine der ersten die ich vom Hörspielprojekt gehört habe.

Sie war am meisten Ausschlaggebend das ich auf hörspielprojekt gegangen bin um mich hier umzusehen, um eine Stimmprobe abzugeben und vielleicht irgenwann mal ein Teil zu werden.

Denn diese Geschichte hat mich faziniert, es mag zwar sein das ich meinem Mann gesagt hab "Stell dir vor ein Vulkaniar hat plötzlich Gefühle" als er mich nach der Geschichte die ich grad mit meinen Stöpseln höre fragte. Aber das ändert nichts daran das ich sie toll fand. Was die länge angeht kann ich mich kaum den vorpostern anschließen die "mehr" Gefühle empfohlen haben. Es währe zu überladen gewesen, manchmal liegt in der Kürze die Würze.

Wer auch immer das Skript geschrieben hat: Weiter so.
Wer auch immer die Sprecher waren: Ihr wart toll! Ebenfalls weiter so!

Danke fürs hochladen!
 
Zuletzt bearbeitet:

Masterofclay

Marco Rosenberg
Sprechprobe
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AW: Gefühlsecht

Ich pack's nochmal auf meine Playlist, da es schon so lange her ist, dass ich es gehört habe. Danach gibt's nochmal detailliertes Feedback. :)
 

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