REAPER - richtiger Einsatz von fx

dieVERdener

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Liebe Gemeinde,
Ich kann mich hinsetzen und eine Nacht selbst rumbrobieren, ohne was richtig fertig zu bekommen. Oder ich kann hier um eine Hilfe anfragen und bin in einer Stunde am Ziel. Erfahrungen, die ich schon des öfteren hier machen durfte (dafür mal allgemein "vielen Dank"). Heute möchte ich mal wieder so ein Abkürzung nehmen und hoffe auf Hilfe. :)

Die Automatisierung von Volume, Pan in Reaper ist sogar für mich verständlich und nachvollziehbar/reproduzierbar. Wo ich aber Probleme habe, ist der Einsatz von Filtern, fx.

Ein Beispiel: eine durchgehende Sprecherspur. Er steht auf der Straße und erzählt was von Kanalisationsrohren, die er vor sich sieht. Geht auf das linke Rohr zu. Ruft ein "Hallo" hinein. Tritt zurück. Geht zum Rechten und wieder ein "Hallo".

Mit nach links und rechts gehen habe ich kein Problem. Auch die unterschiedlichen Lautstärken beherrsche ich :cool: (hehe *gg) Aber das "Hallo", das links anders halloen soll als rechts (unterschiedliche Echos) - wie kriege ich das gebacken? Nur das "Hallo" soll (unterschiedlich) hallen und dazwischen soll der Filter schweigen. Kann man das nicht auch so schön einstellen wie bei Vol und Pan von ich eine Spur angezeigt bekomme und Punkte setze, wo die Änderung greifen soll? Kann mir nicht vorstellen, dass das für Effekte nicht gehen soll. Problem: ich finde nicht, wo und wie es geht.
 
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Slowfox

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In Reaper kannst Du fast jeden Parameter eines Plugins automatisieren. Wenn das Plugin auf der Spur ist, findest Du diese Möglichkeit dort, wo Du auch die anderen Automatisierungsspuren aktivieren kannst.
 

dieVERdener

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ja, soweit bin ich auch schon. Ich finde es. Es gibt auch diese Spur. Aber sie "wirkt" nicht so, wie ich es mir vorstelle. Was muss ich da alles bedenken und einstellen?
 

Slowfox

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Bei mir funktioniert das genauso, wie jede andere Automationsspur. Da musst Du schon konkreter werden, dass ich Dir helfen kann...
 

Slowfox

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Wenn ich mir obige Problemschilderung anschaue, würde ich mal probieren, zweimal ein Hallplugin eizuschleifen. Das eine mit den Einstellungen für den einen Hall, das andere vice versa.
Und dann für beide eine Mute Automationsspur. Dann kannst Du bestimmen, wann es jeweils eingreift und wann nicht,
 

dieVERdener

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Ich möchte dich da um Gottes Willen nicht ausnutzen! Dir würde schwindelig, weil ich so viele Fragen hätte. Von daher gehe ich wohl doch dazu über den allgemeinen RTFM-Rat zu beherzigen. Da habe ich dann aber noch eine Frage, die du vielleicht beantworten kannst: Mein Englisch reicht leider nicht aus für die originalen Tutorials und Manuals. Leider gibt es für Reaper 6 keine deutsche Anleitung, aber eine sehr ausführliche für Reaper 4. Ist der Versionssprung von 4 auf 6 so groß, dass die Beschäftigung mit Reaper 4 nicht lohnt? Oder bekommt man so dann doch den ausführlichen Einblick in die Funktionsweise und das Handling?
Kannst du was dazu sagen?
 

Slowfox

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Kenne Reaper 4 nicht. Von 5 auf 6 war nicht so ein riesen Sprung, dass man da mit irgendwas nicht mehr klar kam. Kann halt sein, dass es inzwischen Dinge gibt, die einem die Arbeit extrem erleichtern, die Dir dann durch die Lappen gehen.

Es gibt übrigens auch eine Deutschsprachige Ecke im Reaperforum, soweit ich mich erinnere. English lernen ist allerdings heutzutage echt nicht falsch...
 

Delay

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Du könntest beide Hallos einfach mit unterschiedlichen Hallfahnen rausrendern bzw. backen nennt sich das bei so manch einem Programm, sodass der Effekt fest auf der Audiospur draufliegt also quasi destruktiv gearbeitet.
Wäre es aber nicht am einfachsten sich mit einer zweiten Trackspur zu behelfen und das zweite Hallo einfach auf dem Track zu verhallen?
 

Delay

Well-known member
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Ach ja noch einfacher, du kannst auch SFX auf Takes setzen. Kopiere dir das Hallo und mach ein Doppelklick auf den Audioschnippsel. Es öffnen sich die Media Item Properties, unten rechts gibt es den Button "Take FX..." da kannst du auf ein Take separat Effekte drauflegen.
 

dieVERdener

Well-known member
Ach ja noch einfacher, du kannst auch SFX auf Takes setzen. Kopiere dir das Hallo und mach ein Doppelklick auf den Audioschnippsel. Es öffnen sich die Media Item Properties, unten rechts gibt es den Button "Take FX..." da kannst du auf ein Take separat Effekte drauflegen.
geh bitte nicht davon aus, dass ich da gerade auch nur im Ansatz verstehe, was du meinst :)
Doch, ein wenig schon, aber ich bin in den allerersten Anfängen, mich intensiv mit Reaper vertraut zu machen. Bislang hat halt immer wieder audacity gelockt. Immer wenn es mir in Reaper zu kompliziert wurde, bin ich mit fliegenden Fahnen zu meiner ersten Liebe zurück .... Aber das muss jetzt ein Ende haben ....
 

Luscinia

Weltenwandlerin
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Hui... Das ist ein Thema für mich. :D Ich steige bei den Filtern und Effekten in Reaper auch nicht durch. Und das, obwohl ich dort nicht den gleichen Fehler gemacht habe wie in Audacity und die DAW auf "deutsch" eingestellt habe.
Ich sage nur "schrubben" und "Gleitdehnung" höhöhö.
 

dieVERdener

Well-known member
ja, das mit "deutsch" und "englisch" ist schon so eine Sache. Ich spreche zwar ein recht fließendes Gebrauchsenglisch, merke aber immer wieder, dass es dann im "technischen" nicht reicht. Fühle mich einfach sicherer, wenn ich alles auf deutsch vor mir habe. Bin auch in einem Alter, wo ich mich dafür auch weder schämen noch rechtfertigen muss ;):confused::):)
 

dieVERdener

Well-known member
derzeit kmäpfe ich gerade mit einem solch banalen Problem, dass ich es kaum fassen kann. Panning funktioniert nicht, bzw. wird akustisch nicht abgebildet. Was ich auch versuche. lt Pegelanzeige liegt es "nur rechts" oder "nur links" - laut dem, was ich auf dem Kopfhörer habe aber nicht ..... ich bin einfach zu doof. Ich höre schon wieder audacity lockend rufen ..... (meine erste Liebe, wir verstehen uns einfach blind .... meistens)
 

Delay

Well-known member
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Ich spreche zwar ein recht fließendes Gebrauchsenglisch, merke aber immer wieder, dass es dann im "technischen" nicht reicht. Fühle mich einfach sicherer, wenn ich alles auf deutsch vor mir habe. Bin auch in einem Alter, wo ich mich dafür auch weder schämen noch rechtfertigen muss ;):confused::):)
Basic Englisch sollte für die Tutorials von Kenny Gioia eigentlich vollkommen ausreichen.
Er erklärt es wirklich sehr einfach und präzise. Wenn man etwas nicht versteht dann wird das evtl. durch das gesehene ja wieder deutlich. Vieles passiert ja direkt durch Hörbeispiele. Du solltest den Tutorials also wirklich ne Chance geben.

Wenn das mit Panning nicht geht würde ich zuallerst mal in den Reaper-Einstellungen:
Optionen -> Einstellungen -> Audio -> Geräte schauen. Evtl. steht bei Outputrange first und last jeweils der gleiche Ausgang drin.
Oder evtl. hast du versehentlich in den Projekteinstellungen den PAN Modus geändert?
 

Luscinia

Weltenwandlerin
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@dieVERdener Ich werd wahnsinnig, wenn Audacity auf deutsch eingestellt ist. :D Wie gesagt, aus "scrubbing" wird dann "schrubben" und aus "Paul stretch", glaube ich, "Gleitdehnung". Mein morbides Gehirn kommt mit diesen beiden Begriffen in Kombination überhaupt nicht zurecht. :eek:
Und kann mir bitte jemand erklären, was "Software durchschleifen" bedeutet? :D
U N D W A R U M sieht das Menü plötzlich so anders aus? Ihr merkt, ich bin ein Audio-Dinosaurier mit Gedächtnisschwund - Anscheinend habe ich Audacity in den letzten Wochen mindestens einhalbmal geupdated.
Ne, Spaß beiseite, ich mag Audacity und manchmal geht es damit einfach schneller, als sich durch die Menüs von Reaper zu wühlen. Allerdings ist Reaper eine riesige DAW und Audacity, ganz streng genommen, ein nicht ganz so kleiner kleiner Editor.
Deswegen würde ich mich gerne mehr in Reaper einarbeiten. Ich werde mich zwar hüten, mich als Cutterin zu versuchen... :D Dafür hat der Dino in mir zu lange im Eis ausgeharrt.
Aber für meine Field Recordings wäre Reaper garantiert der Overkill. Und wenn nicht, dann zumindest für meine Nerven. Wie verändert man die Lautstärke von einzelnen Items und was muss man machen, wenn man die ganze Spur lauter haben will? Muss man den Filter beim nächsten Projekt wieder entfernen? Und was ist der Unterschied zwischen "Volume adjustment" und "Volume pan smoother"? GAAAAAAARGHHHHH!!!! UAAAH! :D
 

dieVERdener

Well-known member
Wie verändert man die Lautstärke von einzelnen Items und was muss man machen, wenn man die ganze Spur lauter haben will? Muss man den Filter beim nächsten Projekt wieder entfernen? Und was ist der Unterschied zwischen "Volume adjustment" und "Volume pan smoother"? GAAAAAAARGHHHHH!!!! UAAAH! :D
ich heule mit!! Bin jetzt aber dabei, mich da endlich mal durchzukämpfen! Stück für Stück. Step by step. Fail by fail.
 

jam

Absolut
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Die Audioeinstellungen, die @Delay beschreibt, sind global für alle Projekte, wohingegen Dinge, wie verwendete Effekte, auf Tracks usw. immer für jedes Projekt einzeln gespeichert werden. Es kann durchaus sein, daß mit der Konfigurations der Ausgabekanäle, in den Optionen, etwas durcheinandergekommen ist, das könnte man Schritt für Schritt ausprobieren. Es hilft da übrigens nicht, Reaper einfach drüber zu installieren, weil diese Einstellungen erstmal erhalten bleiben.

Allgemein zur Eingansfrage mit der Automation: Man sollte die Dinge nicht zu kompliziert im Projekt aufbauen sondern in Teilprobleme auftrennen, weil sonst der Wust an Automationen schnell unübersichtlich wird. Die beiden Rohre sind an und für sich zwei eigene "Räume" mit eigenen akustischen Parametern, die in den dritten Raum, in dem sich die Person befindet, "hineinstrahlen" (durch die Rohrenden). Die Rohrenden belegen einen Ort im Raum und brauchen daher jeweils ein eigenes Panning, innerhalb dessen der jeweilige Rohr-Hall dann sehr stark Mono klingen müßte. Da würde ich eher zu separaten Tracks neigen, die dann in einer Summe zusammenlaufen, so daß jeder Track bzw. Effekt sein eigenes Panning haben kann. Da aber jedes Medien-File im Grunde über eigene Track-Parameter verfügt, kann man das auch alles dort drin machen. Man muß nur mit den Hallfahnen aufpassen, daß am Schluß noch genug Stille an der Mediendatei dranhängt, um einen Effekt ausklingen zu lassen. Die Methode mit den Medienfiles bietet sich wohl eher für einmalige Vorkommnisse an, während man die Track-Lösung später leichter für andere Dinge wiederverwenden könnte.

Auf dieser Ebene sind das alles eher so Ideen, die man ausprobieren könnte. Aber wenn Reaper für dich noch sehr neu ist, ist es sicher das Beste, mit ganz einfachen Dingen zu beginnen und sich dann langsam steigern. Übrigens hat jedes Plugin auf der Automationsspur den Parameter "Bypass" und "Wet", mit dem sich Effekt ein- und ausblenden lassen. Ich würde eher "Wet" verwenden, weil dadurch weniger häßliche Knackser, oder sonstige unschöne Geräusche, im Mix auftreten. (Also: "Wet" mit leichter Kurvenflanke.)

Vielleicht habe sich ja auch schon alle deine Frage zu Reaper gelöst, aber frage ansonsten gerne weiter. Hier im Forum gibt es ja einige, die Reaper verwenden. :)
 

Luscinia

Weltenwandlerin
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@jam Ich hab es immer so gemacht, dass ich so lange an den Filtern rumgedreht habe, bis das Ergebnis halbwegs anhörbar war. :D Das wäre im allerschlimmsten Notfall auch eine Option. Aber wie legt man denn überhaupt fest, welches Item bzw. welcher Track von einem Filter belegt werden soll? Bei mir wird immer alles lauter/leiser, höher/tiefer, gedämpfter/halliger usw.
 

jam

Absolut
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Meinst du die Frage jetzt technisch oder eher auf der Metaebene?

Im Hinblick auf die Organisation eines Projekts (welche Tracks und welche Effekte darauf) sollte man sich nicht zu sehr festen Regeln unterwerfen, da letztlich das Resultat zählt. Ich denke, daß der passende Einsatz von Filtern, Effekten, oder allgemeiner: Effektbausteinen (Plugins), viel mit Erfahrung und Ausprobieren zu tun hat. Das ist jetzt aber keine Besonderheit von Reaper sondern gilt allgemein.

Wenn die Frage eher technisch gemeint war: Jeder Track hat ja diesen "FX"-Button, mit dem sich Effekte für den Track hinzufügen lassen. Diese Track-Effekte gelten allerdings auch für alle Mediendateien im Track. Die Effekte für die Mediendateien erreicht man über die Eigenschaften einer Datei, und dort über die "Take-FX". Man muß im Auge behalten, daß die Track-Effekte ja immer laufen und sich somit über die möglichen Take-Effekte stellen, ihnen also gewissermaßen hinzugefügt werden. Wenn man das nicht will, ist man mit separaten Tracks für verschiedene Szenerien ganz sicher am besten bedient. Ansonsten müßte man sehr viel per Automation ein- oder ausschalten.

Ich kann hier natürlich nur einen kleinen Ausschnitt der Möglichkeiten beleuchten, aber die Audioprogramme, oder DAWs, bieten alle in irgendeiner Form Möglichkeiten zur Vereinfachung der Arbeitsweise an. Z.B. läßt sich der Fensteraufbau indiviuell gestalten, oder man kann häufig verwendete Menüpunkte als Schaltflächen im Hauptfenster hinzufügen. Auch die Nutzung von Projekttemplates ist möglich.

Soweit ich weiß, ist das Thema "Cut" im Forum auch in verschiedenen Workshops bzw. Tutorials behandelt worden. Und man muß dabei immer unterscheiden zwischen Themen zum grundsätzlichen Verständnis der Cutterarbeit und der Nutzung konkreter Applikationen. Je nach dem, wie tief du einsteigen möchtest, finden sich hier viele Erfahrungsberichte dazu, auch wenn ich jetzt gerade keine Referenzen oder Verweise parat habe. :)

Edit: Hab's eben erst gesehen, daß du mit Screenreader arbeitest. Da ist einiges von dem, was ich schrieb, sicher nicht so gut anwendbar...
 
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