alphawolf300

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Weiterhin alles Gute, lieber Telli. Auch bei mir, muss ich sagen, war die Erfahrung jetzt nicht so schlimm, wie du es beschreibst. Es gab zwar hier und da mal Dinge, die verkehrt gelaufen sind, ("Ach, deshalb sind sie hier? Das müssen wir dann mal nachtragen.") aber mit solch einem Fall nicht stationär aufgenommen zu werden ist wirklich krass. Eventuell war das Krankenhaus überfüllt und sie mussten ablehnen, was (auf Krücken) geht? Die Erfahrung, dass Untersuchungen am Wochenende nicht stattfinden, habe ich schon vor 30 Jahren gemacht, daran bin ich leider schon gewöhnt. Auch ein "Hey, jetzt geht's los! Es ist Montag und gleich werde ich zur Untersuchung abgeholt." ist nicht drin. Ich hab schon "Wir kommen Sie um 10 abholen" gehabt, das war, als es Frühstück gab, um 11 huschte jemand rein mit den Worten: "Ihre Untersuchung ist um 12-13 Uhr." und war wieder weg. Um 15 Uhr huschte es wieder: "Ihre Untersuchung findet heute nicht mehr statt." ... und um 15:15 wurde ich zur Untersuchung abgeholt. Termine können die nicht einhalten ist meine Erfahrung und man wird auch sehr allein damit gelassen. Wenn man das weiß, entwickelt man mit der Zeit eine "Ok, meine Untersuchung ist irgendwann"-Einstellung, fragt vielleicht nochmal freundlich nach, damit man nicht komplett vergessen wird und stellt sich auf nichts ein, das macht das Warten einfacher.
 

Telliminator

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Guten Morgen zusammen,

Schmerz lass nach, kann ich nur sagen, und pfeif mir 1000mg paracetamol rein. Es greift nicht mehr wirklich und dämpft den Schmerz nur leidlich. Heute Früh Visite, es will keiner zuhören, wieso ich da bin. Kurze Untersuchung dann hieß es, wir machen ein CT. Wurde nun auch schnell organisiert. Schwester kam ins Zimmer ich könne nun in die Radiologie zum CT. Damit ich schneller allein hin konnte, bekam ich einen Rollstuhl. Fahrdienst kann Station gerade personell nicht leisten. Bekomm ich selbst hin. Nach dem CT wieder retour auf Station, neue info es soll auch ein MRT gemacht werden. Sicherlich nicht, entgegnete ich, das erlauben die Drähte in mir nicht und außerdem bekomm ich da drin Panik, das geht nicht. Okay der Doktor kommt dann wegen der Aufklärung zu ihnen. Zuhören? Hallo, ich nix MRT, kaputtie Drähtie in beinlie….

Der doc kam trotzdem und ich musste ihm den Wisch unterzeichnen, dass ich das MRT ablehne, warum durfte ich im Bogen nicht angeben. Der Doktor hörte sich aber nun meine zusammen gefasste Leidensgeschichte der letzten 2 Jahre an. Hatte den Eindruck das es ihn sichtlich wenig interessiert hat und er nur die Aufklärung unterschrieben haben wollte. Nun soll ein Konzil mit der neurochirurgischen Abteilung und natürlich die Auswertung vom CT weitere Erkenntnisse bringen. Geduld du haben musst, junger Padawan.
 

Sir_Schnitzl

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Hey Telliminator! Wir beide kennen uns wohl nicht, ab ich wünsch dir eine gute Besserung, gutes Durchkommen und eine baldige und aussagekräftige Diagnose.....
Es ist echt schlimm wie unpersönlich die ganze Gesundheitsgeschichte mittlerweile an vielen Ecken geworden ist.
Und wie du es bereits beschrieben hat, ist man ja quasi nur noch "ne Nummer" und wird gar nicht "gesehen".

LG
 
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Spirit328

Aff un zo jeht et uns jar nit schlääsch!
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Drähte und MRT? Haben diese Ärzte im Physikum gekifft?
Bei 1-3 Tesla Magnetfeldstärke (üblich bei MRTs) werden Nägel zu Geschossen! (wir haben das im Studium mal aus Spaß gemacht. Die sind durch dicke Bretter durchgegangen wie durch Papier!)
Drähte in einem Bein sind da ähnlich. Hoffentlich sind sie nicht magnetisch, ansonsten wird das unschön. Und von Induktion und Wirbelströmen ( = viel Hitze) haben die auch nichts gehört oder gesehen

Aber in einer MRT Röhre zu liegen ist alles andere als lustig. Ich habe das auch mal machen müssen. Jetzt habe ich zwar eine tolle Aufnahme meines Gehirns, aber schlauer bin ich jetzt auch nicht.

Es ist schon erschreckend, wie überheblich manche Ärzte sind.

@Telliminator was Dir da gerade passiert wäre etwas für die Presse. Das kann doch so nicht sein, nicht das ich an Deinen Worten zweifelte, aber so krass daneben kann doch alles nicht laufen, in einem "der besten Jesundheitssysteme dieser Welllt" (wie Karl sagen würde)

Man kann doch nicht einfach Novalgin und Tillidin wie Schokobonbons verteilen, nur weil man seinen Job nicht erledigen kann.
Das Zeug ist HEFTIG und hat auch ein paar unschöne Nebenwirkungen, besonders, wenn man es über eine gewisse Zeit einnimmt.
Ich habe mal über einen längeren Zeitraum Novalgin nehmen müssen ... danach hatte ich über ein halbes Jahr lang massive (!) Nierenprobleme.
Und Tillidin ist noch heftiger.

Ich hoffe für Dich, dass alles wieder gut wird, Du ohne Schmerzen laufen kannst und bald alles nur noch eine böse Erinnerung ist.
 

Telliminator

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Danke dir @Spirit328

Nur eine kurze Erklärung, nach meinem Unfall in 2023 wurden mir in der Operation Sehnenimplantate aus Draht verpasst, um die verschobenen Kniescheiben wieder an Ort und Position zu halten. Ich hab da keine Lust drauf das diese Drähte vom MRT mal so eben rausgezogen werden oder auf Grund des drehenden Magnetfeldes in der Maschine zu Heizelementen werden oder gar induktionsstrom entsteht und die Kniee von innen knusprig nach außen werden.

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Zwischenstand - heute Abend ist kein Arzt mehr auf Station, eine Auskunft zum CT darf mir niemand geben außer ein Arzt. Morgen soll ich schon vor Visite zur Behandlung für paar Stunden, heißt im schlechten Fall wieder keine Info was mit mir los ist.

Die Gebete zum nordischen Gott der Ungeduld, dem kleinen Bruder von Thor, Hammers bald, werden lauter.
 

Tinchen

Autorin, Poetry Slammerin, Sprecherin, Lektorin
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Eigentlich sollte eine MRT Untersuchung kein Problem sein. Die meisten (orthopädischen) Implantate sind mittlerweile MRT kompatibel. Und wenn die Körperregion mit dem Implantat außerhalb der zu untersuchenden Region liegt, sollte es eh kein Problem sein. Also müsste ein Rücken (LWS) MRT sogar mit einer KnieTEP möglich. Schade, wenn so etwas nicht entsprechend mit der Radiologie kommuniziert wird und der Patient nun eine wichtige Untersuchung nicht bekommt.
Na, was rege ich mich auf. Ich weiß, warum ich dieses System verlassen habe.
 

Telliminator

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Kleines Update

Zwischenzeitlich wurde ich aus dem Krankenhaus wieder nach Hause geschickt. Ursache für meine Ausfallerscheinung am rechten Bein und den Schmerzen konnte mittels CT festgestellt werden. Ich habe eine beidseitige Entzündung des Iliosakralgelenk, welches schmerzhafte Ausstrahlung in die rechte Hüfte macht und damit das gesamte Bein weh tut.

Natürlich wurde dieses Ergebnis erst nach genauerem Anschauen der CT Diagnostig erkannt und erst Dienstag mit mir besprochen. Lösung für das Problem, weiterhin Schmerzmittel und Physiotherapie. Am Mittwoch kam noch eine weitere Idee durch einer der Oberärzte, den ich nie zu Gesicht bekam, man könne mir eine Injektion eines Schmerzmittel-Kortision-Präperates unter Röntgenkontrolle direkt in die Hüfte injizieren. Panisch aber im Vertrauen, dass mir das die Schmerzen nehmen würde und ich so wieder normal laufen könne, willigte ich in diese Behandlung ein.

Die Ursache für die Entzündung des ISG (Iliosakralgelenk) käme von einer Knochenaufweichung einhergend mit Flüssigkeitsentzug im Gelenk, das widerum einen Verschleiß des Gelenkes und damit die Entzündung verursacht. Die Aufweichung des Knochens widerum ist ursächlich durch ein Knochenstoffwechselproblem, welches vermutlich durch ein Komunikationsproblem der Nebenschilddrüsen und der Nebenniere verursacht wird. Weitere Diagnostik wird empfohlen, wobei eine Blutuntersuchung bereits den Verdacht bestätigt hat, da das sogenannte Parathormon, welches in der Nebenschilddrüse gebildet wird extrem erhöht ist. Hyperpara nennen die das. Die Ursache dafür ist aus Erfahrung ein krankhaft vergrößertes Epitilkörperchen, also eine der 4 Nebenschilddrüsendrüsen, die aus der Reihe tanzt. Wenn man die eine vergrößerte Drüse findet und rauswirft kann sich das ggf. normalisieren.

Mir ist das Ganze zu komplex und vermutlich ist es bei mir, wie immer, nie 0815 sondern kompliziert und anders. Die tolle Erfahrung mit der Schmerzmittelinjektion unter Röntgenkontrolle direkt in die Hüfte brachte bisher noch keine Besserung.

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Dennoch schickte man mich bereits wieder nach Hause und der Hausarzt soll die Weiterbehandlung fortführen. Physiotherapie und Schmerzmitteleinnahme, dass sind die Optionen die mir bleiben, hoffen das die Entzündung weggeht und der Schmerz abklingt. Die Injektion wird einige Tage Zeit brauchen bis die volle Wirksamkeit einsetzt und die Schmerzen weggehen werden.

Somit stapfe ich weiterhin auf Krücken und mit Schmerzen derzeit durch die Gegend und hoffe, dass die Wirkung bald einsetzen wird und ich wiieder normal gerade ohne Hilfsmittel gehen kann.
 
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Spirit328

Aff un zo jeht et uns jar nit schlääsch!
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Wir steuern Sonden fern, die über 20 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt sind, lassen kleine Helikopter auf dem Mars herumfliegen und dann fällt denen nicht wirklich etwas Besseres ein, als Schmerzmittel und Physio?

Als ich, bedingt durch eine Wachstumsstörung, ein etwa 1 cm längeres linkes als rechtes Bein hatte, habe ich über fast ein Jahr lang SCHMERZEN im Lendenwirbelbereich gehabt und fragt nicht nach Sonnenschein. Holy cow!
Erst der siebte Orthopäde, der (ich betone) DIESSELBEN Röntgenbilder wie die Herren zuvor verwendet hat, erkannte das Problem, verschrieb mir eine Ausgleichssohle und wenige Tage später war ich schmerzfrei. Ich hätte für den Mann getötet. (sagt man so!)
Davor habe ich Schmerzmittel bekommen bis hin zum Novalgin! Physio, Bestrahlung, Tabletten, Massagen, Wassergymnastik und was sonst noch alles gut und teuer war. Dann eine Ausgleichssohle, die inkl "Montage" keine 100 DM gekostet hat. Hmmmmm.

Aber ich maße mir nicht an hier etwas zu raten.

Einzig mein Mitgefühl und Empathie kann ich kundtun, in der vagen Hoffnung, damit einen kleinen Beitrag zur Besserung bei zu tragen. Hoffentlich.
@Telliminator ... hoffentlich ist bald alles nur noch eine böse Erinnerung und Du schwingst wieder das Tanzbein wie Fred Astair!
 

alphawolf300

Mitglied
Weiterhin alles Gute! Ich würde dir auch empfehlen, dich zu Orthopäden (oder vielleicht hat der Hausarzt noch eine andere Idee) zu begeben, die vielleicht eine Idee haben, was da los sein könnte. Bei mir hat der Physiotherapeut, als ich mir letztes Jahr einen Hexenschuss zugezogen hatte, mein Jahrelanges Problem von Taubheit im keinen Finger mitbehandelt, die jetzt immer weniger wird und Jahre zuvor falsch diagnostiziert und demnach falsch behandelt wurde.
 
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