Telliminator
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Am Montag hatte ich einen kleinen medizinischen Vorfall - ich saß ganz normal auf meiner Toilette, verrichtete mein Geschäft und als ich wieder aufstehen wollte, ging von jetzt auf gleich, ohne jegliche Vorwarnung, im rechten Bein nichts mehr. Ich kam einfach nicht mehr hoch, ein Stechen im Bein hoch bis in die Hüfte, einfach nur Aau. Mit Müh und Not hab ich mich mit den Händen am Waschbecken in den Stand hochziehen können und merkte, ne das Bein läuft nicht, kein drauf stellen, kein in der Luft halten, nichts alles nur Aua. Im Flur standen meine Krücken von Unfall, die musste ich nur irgendwie erreichen, humpeln unter Schmerzen und ohne zu wissen was nun mit mir los war, habe ich es irgendwie geschafft zu den Krücken zu kommen. Eigentlich war mein Plan einkaufen zu fahren, aber daran war nicht mehr zu denken. So stapfte ich dann ins Wohnzimmer und überlegte, "was machst Du nun?" Notarzt anrufen? Nachher knirscht es einfach nur und ist wieder weg. Also 116117 angerufen und mein Problem geschildert und ein Videotermin mit einem Arzt bekommen. Dem das auch nochmal erklärt, was mir passiert ist und seine Lösung, "Nehmen Sie mal Schmerzmittel ein und bewegen, das geht vermutlich von alleine wieder weg und falls die Schmerzen größer werden, rufen Sie nochmal an, dann können wir ihnen ggf. einen mobilen Hausarzt vorbeischicken, der Ihnen ggf. eine Spritze gibt oder Weiteres veranlasst, dass sie doch ins Krankenhaus müssten." Okay, Schmerzmittel hatte ich da, also welche eingepfiffen. Es wurde aber nicht besser und mit viel Glück hatte ich gegen Abend meinen Hausarzt noch telefonisch erwischt. Der meinte, "Kommen Sie morgen rein, wir gucken uns das mal an, machen Sie mal zur Vorsicht eine Tasche fürs Krankenhaus fertig , ich weise Sie dann ein, nehmen sie weiter Schmerzmittel ein und schonen sie sich". Gesagt getan, volle Dröhnung für die Nacht und ins Bett gehumpelt, irgendwie die Nacht überstanden - ohne Schlaf - nur ein hin und her wälzen.
Am Dienstagmorgen flauer Magen von den Scheiß Schmerzmitteln, als druff nochmal nachgelegt- Bein immer noch Schmerzen, aber leicht gedämpft Dank Schmerzmittel, also nochmal welche rin und das mit dem auf Krücken laufen ging schon besser. Transport organisiert für zum Doc und Tasche gepackt für den Fall der Fälle. Der Doc hat sich das angesehen und meinte "Ich gebe ihnen mal Novagintropfen und wenn die nicht anschlagen kriegen sie noch ne Tillidin, aber ich schicke Sie trotzdem ins Krankenhaus zur Abklärung und die sollen sie stationär aufnehmen. Okay, Tasche hatte ich gepackt dabei, nebst Krücken ... wird schon schief gehen. Ein RTW kam, ich wurde auf einen Tragestuhl gepackt und los ging die wilde Fahrt von der Praxis hin in die Notaufnahme. Wieso eigentlich Notaufnahme? Ich dachte ich werde stationär eingewiesen... Nee, das läuft anders. Krankenhäuser dürfen selbst entscheiden, ob eine Patientenaufahme erfolgt, wenn es nicht zuvor mit festem Termin und Behandlungsvertrag definiert wurde. Somit muss die Notaufnahme angesteuert werden. Dort angekommen, frachtete man mich auf eine sehr weiche Liege und schob mich in den großen langen Gang. Ein gar fröhliches Treiben konnte ich in den kommenden 3 Stunden des Wartens beobachten. Unter Dröhnung stehend wars mir egal, Schmerzen waren im liegen auszuhalten und ein Patient nach dem Anderen wurde aus der Wartezone oder von der Rettungsrampe in die Notaufnahme gebracht. Einen Patienten habe ich sogar gekannt, der kam mit ganz bösen Rückenschmerzen rein und bekam einen Schmerztropf. Bei mir wurden ein paar Daten abgefragt und meine Dringlichkeit eingestuft. Als ich in den Notaufnahme gebracht wurde war es bereits 18:15 Uhr... die Zeit verging wie im Flug auf Grund des emsigen Treibens und des Hin- und Hergelaufes von Personal, Ärzten, Rettungssanitätern, verletzten Patienten und deren Begleitungen, ab und zu wurde mal ein Bett vorbeigeschoben, mal eine Trage mit einem Patienten drauf, oder ein leerer Rollstuhl, ein EKG Gerät... naja, was die da so alles auf Rollen haben. Man bemühte sich um Datenschutz, so dass man nicht immer die Namen verstand, die gerade "aufgerufen" wurden. Der Herr "Tong", wenn ich das richtig verstanden habe, ist mehrfahr falsch abgebogen und wurde in der Zeit öfter mal gesucht. "Er ist aus dem Behandlungszimmer schräg gegenüber mit einem Urinbecher raus", meinte ich zur Schwester, die ihn gesucht hatte. Einer der Ärzte war irgendwann der Meinung auch mal zu mir zu kommen und fragte, wieso ich da wäre. Ich war mir sicher ich hatte einen Briefumschlag von meinem Doc mitbekommen und der wurde auch der Notfaufnahme beim Empfang übergeben, da stand alles drin was akut ist und meine zig Millionen anderen Diagnosen. Aber da der nette Doktor mit etwas ausländischem Akzent so lieb und prägnant kurz gefragt hatte, erzählte ich ihm meine Geschichte vom Toilettengang und des Casus Knaxus meines Daseins. Er untersuchte kurz mit zwei drei Griffen mein Bein und drückte mir auf den Rücken, entschied, dass mir Blut abgenommen werden müsse und geröntgt werden soll und verschwand. Gesagt getan, eine der Schwestern kam herbeigeeilt und rammte mir eine Nadeln in den Arm und zapfte ein paar Vakurörchen Blut ab. Die Laborwerte in den Papieren, die mein Doktor mitgegeben hatte, schienen keinen interessiert zu haben, aber sicher ist sicher, macht halt selbst nochmal die Laborwerte. Wenig später kam die nette Schwester von der Radiologie und erfragte mein Befinden und ob ich ihr denn folgen könne? Klar, wenn man mir die Krücken reicht, kann ich überall hin, wo keine Stufen sind, aber ich würde nur langsam voran komme, weil es weh tut. So stapfte ich hinterher und wir begannen eine Fotosession von Bein, Becken, Hüfte .... Danach durfte ich meine weiche Liege wieder in Beschlqg nehmen und eine ganze Weile dem heiteren Treiben in der Notaufnahme zuschauen. Bis dann der Arzt wieder auftauchte und meinte, keine Fraktur, ein Blutwert ist aus der Reihe, aber kein Grund für Besorgnis, der Rest noch nicht fertig, ich könne wieder heim gehen. Bitte was? Nach Hause? So in dem Zustand? Ich kann nicht ordenltich laufen und hab Schmerzen. "Haben Sie Schmerzmittel zu Hause?" Ja, hab ich jede Menge, brauchen Sie was? Paracetamol, Ibuprofen, Novalgin, Tillidin - ich kann sie zuschmeißen ... Na, dann nehmen sie mal Novalgin weiter ein und sie können nun heim. Und was hab ich jetzt ? Keine Ahnung, es ist nix gebrochen - wenn man das genauer wissen will, muss man ein CT machen. Ja, dann machen sie doch bitte ein CT - Nein, das geht nicht, das ist kein akuter Notfall mehr. Dann nehmen sie mich doch bitte stationär auf, wie mein Doc das empfohlen hat. Nö, nicht nötig, wir machen ihnen die Papiere fertig und sie bekommen einen Taxi-Schein für nach Hause. Falls die Schmerzen schlimmer werden sollten, können sie gerne nochmal wieder kommen. - Wow, unser Gesundheitssystem funktioniert richtig super. Keine Ursache gefunden, aber schonmal Schmerzmittel einwerfen, Feierabend. Wenn Sie mögen verschreibe ich Ihnen noch weitere Schmerzmittel. Danke ich hab zu Hause und von meinem Doc vorhin Novalgintropfen bekommen und Tillidin 200mg rein gedrückt bekommen.
Nach abermaligen Warten kam eine der neuen Schwestern zu mir, weil man um 21 Uhr die Schicht gewechselt hatte, und informierte mich das man mir ein Taxi rufen würde und die Papiere fertig gemacht werden. Ich erklärte noch, "Ruft die 12012 an, die kennen mich schon und die sollen bitte ein großes Auto schicken, in das ich mit den Krücken auch rein komme, bitte bloß keine tiefer gelegte E-Klasse, da komm ich nicht rein und falls doch nie wieder raus." leicht amüsiert, grinsend verschwand Sie für etwa 30 Minuten und vermeldete, "Ihr Taxi ist da". Der Doc kam ums Eck und gab mir einen Briefumschlag mit dem Bericht für meinen Doc in die Hand, den verstaute ich und Bombi, der Taxifahrer, war ganz perplex mich zu sehen. Was ich denn angestellt habe... und wieso ich jetzt heim solle... der hatte auch den Plan von unserem Gesundheitswesen in der Tasche und schüttelte nur noch den Kopf, als er sah, wie ich auf den Krücken hinter ihm und meiner Tasche her gewatschelt bin. Zum Glück hatte Bombi den Großraumbus am Start, und half mir in die Karre zu kommen. Gar nicht so einfach, wenn das Bein nicht will und mit Krücken, zum Glück musste ich lediglich hoch rutschen und nicht kurz über der Grasnarbe, wie bei der tiefer gelegten E-Klasse, auf den Sitz einen halben Meter runterfallen. Dann gings los die Fahrt durch die dunkle Nacht, es war nun etwa 22 Uhr ... ging eigentlich flott für die Notaufnahme nur fast 4 Stunden. Bei meinem Unfall vor 2 Jahren lag ich mittags 14:30 Uhr bis abends nach weit nach 20 Uhr in der Notaufnahme rum, bis klar war, heute keine Notoperation und es anschließend los ging mit eingipsen der Beine und man mich eine Woche lange auf der Station parkte... konnte ja nicht mehr weglaufen damals.
Die Geschichte ging natürlich weiter. Zu Hause dann irgendwie aus dem Taxi raus, ins Haus, Tasche hingeschoben bekommen, Bombi noch nen Schönen Abend gewünscht und mich bedankt. Auf Krücken in der Wohnung hin und her getappelt versucht irgendwie was zu essen, denn das gab es den lieben langen Tag noch nicht, und vor Erschöpfung gab ich mir die nächste Dröhnung, um die Nacht zu überstehen, die wieder schlaflos verlief trotz zusätzlichem Einwurf von Baldrian, Johanniskraut und irgendwelchen plfanzlichen Weichkapseln zur Einschlafhilfe... Ich war mit meinen Nerven nämlich durch und überhaupt nicht darauf vorbereitet, mit meinem Leiden nicht stationär aufgenommen zu werden. Den Bekannten mit den Rückenschmerzen hatten sie überigens gleich da behalten, der stand mit dem Rollstuhl und am Tropf hängend noch im Gang, als klar war, dass er auf Station käme, als ich abgeholt wurde. Wieder durch die Nacht gequält, ein Film nach dem anderen flimmerte zur Ablenkung im TV, halb dösend von keinem Film was richtig mitbekommen und dafür auch nicht wirklich geschlafen.... total gerädert Mittwoch Morgen aufgewacht. Erster Akt Doc anrufen, "Der hat heute keinen Dienst, kannst gegen 11 mit der Vertretung sprechen."... Gegen 11... "Naja, nehmen Sie mal weiter Schmerzmittel ein, wir gucken morgen nochmal, geben Ihnen mal Dexa (Kotrisol) und sfchauen mal ob das hilft." ... -
Heute ist morgen (Donnerstag) ich kürze es mal ab, es hat nicht geholfen. Sitze nun hier schreibe den Schmonz unter Schmerzen als Ablenkung auf. Bekam eine Überweisung für ein CT mit und das Gesundheitssystem sieht tatsächlich vor, dass man eine Haushaltshilfe bekommen kann, wenn man zu Hause so nicht richtig allene klar kommt auf Grund von Unfall / Krankheit. Problem ist nur, man muss einen Sozialdienst finden, der auch Kapaittäten frei hat. Darum werde ich mich dann morgen Freitag kümmern.
Krank werden? Blöde Idee. Krank sein, noch viel blöder - und dann zusätzlich anderweitig krank werden, saublöde Idee.
Am Dienstagmorgen flauer Magen von den Scheiß Schmerzmitteln, als druff nochmal nachgelegt- Bein immer noch Schmerzen, aber leicht gedämpft Dank Schmerzmittel, also nochmal welche rin und das mit dem auf Krücken laufen ging schon besser. Transport organisiert für zum Doc und Tasche gepackt für den Fall der Fälle. Der Doc hat sich das angesehen und meinte "Ich gebe ihnen mal Novagintropfen und wenn die nicht anschlagen kriegen sie noch ne Tillidin, aber ich schicke Sie trotzdem ins Krankenhaus zur Abklärung und die sollen sie stationär aufnehmen. Okay, Tasche hatte ich gepackt dabei, nebst Krücken ... wird schon schief gehen. Ein RTW kam, ich wurde auf einen Tragestuhl gepackt und los ging die wilde Fahrt von der Praxis hin in die Notaufnahme. Wieso eigentlich Notaufnahme? Ich dachte ich werde stationär eingewiesen... Nee, das läuft anders. Krankenhäuser dürfen selbst entscheiden, ob eine Patientenaufahme erfolgt, wenn es nicht zuvor mit festem Termin und Behandlungsvertrag definiert wurde. Somit muss die Notaufnahme angesteuert werden. Dort angekommen, frachtete man mich auf eine sehr weiche Liege und schob mich in den großen langen Gang. Ein gar fröhliches Treiben konnte ich in den kommenden 3 Stunden des Wartens beobachten. Unter Dröhnung stehend wars mir egal, Schmerzen waren im liegen auszuhalten und ein Patient nach dem Anderen wurde aus der Wartezone oder von der Rettungsrampe in die Notaufnahme gebracht. Einen Patienten habe ich sogar gekannt, der kam mit ganz bösen Rückenschmerzen rein und bekam einen Schmerztropf. Bei mir wurden ein paar Daten abgefragt und meine Dringlichkeit eingestuft. Als ich in den Notaufnahme gebracht wurde war es bereits 18:15 Uhr... die Zeit verging wie im Flug auf Grund des emsigen Treibens und des Hin- und Hergelaufes von Personal, Ärzten, Rettungssanitätern, verletzten Patienten und deren Begleitungen, ab und zu wurde mal ein Bett vorbeigeschoben, mal eine Trage mit einem Patienten drauf, oder ein leerer Rollstuhl, ein EKG Gerät... naja, was die da so alles auf Rollen haben. Man bemühte sich um Datenschutz, so dass man nicht immer die Namen verstand, die gerade "aufgerufen" wurden. Der Herr "Tong", wenn ich das richtig verstanden habe, ist mehrfahr falsch abgebogen und wurde in der Zeit öfter mal gesucht. "Er ist aus dem Behandlungszimmer schräg gegenüber mit einem Urinbecher raus", meinte ich zur Schwester, die ihn gesucht hatte. Einer der Ärzte war irgendwann der Meinung auch mal zu mir zu kommen und fragte, wieso ich da wäre. Ich war mir sicher ich hatte einen Briefumschlag von meinem Doc mitbekommen und der wurde auch der Notfaufnahme beim Empfang übergeben, da stand alles drin was akut ist und meine zig Millionen anderen Diagnosen. Aber da der nette Doktor mit etwas ausländischem Akzent so lieb und prägnant kurz gefragt hatte, erzählte ich ihm meine Geschichte vom Toilettengang und des Casus Knaxus meines Daseins. Er untersuchte kurz mit zwei drei Griffen mein Bein und drückte mir auf den Rücken, entschied, dass mir Blut abgenommen werden müsse und geröntgt werden soll und verschwand. Gesagt getan, eine der Schwestern kam herbeigeeilt und rammte mir eine Nadeln in den Arm und zapfte ein paar Vakurörchen Blut ab. Die Laborwerte in den Papieren, die mein Doktor mitgegeben hatte, schienen keinen interessiert zu haben, aber sicher ist sicher, macht halt selbst nochmal die Laborwerte. Wenig später kam die nette Schwester von der Radiologie und erfragte mein Befinden und ob ich ihr denn folgen könne? Klar, wenn man mir die Krücken reicht, kann ich überall hin, wo keine Stufen sind, aber ich würde nur langsam voran komme, weil es weh tut. So stapfte ich hinterher und wir begannen eine Fotosession von Bein, Becken, Hüfte .... Danach durfte ich meine weiche Liege wieder in Beschlqg nehmen und eine ganze Weile dem heiteren Treiben in der Notaufnahme zuschauen. Bis dann der Arzt wieder auftauchte und meinte, keine Fraktur, ein Blutwert ist aus der Reihe, aber kein Grund für Besorgnis, der Rest noch nicht fertig, ich könne wieder heim gehen. Bitte was? Nach Hause? So in dem Zustand? Ich kann nicht ordenltich laufen und hab Schmerzen. "Haben Sie Schmerzmittel zu Hause?" Ja, hab ich jede Menge, brauchen Sie was? Paracetamol, Ibuprofen, Novalgin, Tillidin - ich kann sie zuschmeißen ... Na, dann nehmen sie mal Novalgin weiter ein und sie können nun heim. Und was hab ich jetzt ? Keine Ahnung, es ist nix gebrochen - wenn man das genauer wissen will, muss man ein CT machen. Ja, dann machen sie doch bitte ein CT - Nein, das geht nicht, das ist kein akuter Notfall mehr. Dann nehmen sie mich doch bitte stationär auf, wie mein Doc das empfohlen hat. Nö, nicht nötig, wir machen ihnen die Papiere fertig und sie bekommen einen Taxi-Schein für nach Hause. Falls die Schmerzen schlimmer werden sollten, können sie gerne nochmal wieder kommen. - Wow, unser Gesundheitssystem funktioniert richtig super. Keine Ursache gefunden, aber schonmal Schmerzmittel einwerfen, Feierabend. Wenn Sie mögen verschreibe ich Ihnen noch weitere Schmerzmittel. Danke ich hab zu Hause und von meinem Doc vorhin Novalgintropfen bekommen und Tillidin 200mg rein gedrückt bekommen.
Nach abermaligen Warten kam eine der neuen Schwestern zu mir, weil man um 21 Uhr die Schicht gewechselt hatte, und informierte mich das man mir ein Taxi rufen würde und die Papiere fertig gemacht werden. Ich erklärte noch, "Ruft die 12012 an, die kennen mich schon und die sollen bitte ein großes Auto schicken, in das ich mit den Krücken auch rein komme, bitte bloß keine tiefer gelegte E-Klasse, da komm ich nicht rein und falls doch nie wieder raus." leicht amüsiert, grinsend verschwand Sie für etwa 30 Minuten und vermeldete, "Ihr Taxi ist da". Der Doc kam ums Eck und gab mir einen Briefumschlag mit dem Bericht für meinen Doc in die Hand, den verstaute ich und Bombi, der Taxifahrer, war ganz perplex mich zu sehen. Was ich denn angestellt habe... und wieso ich jetzt heim solle... der hatte auch den Plan von unserem Gesundheitswesen in der Tasche und schüttelte nur noch den Kopf, als er sah, wie ich auf den Krücken hinter ihm und meiner Tasche her gewatschelt bin. Zum Glück hatte Bombi den Großraumbus am Start, und half mir in die Karre zu kommen. Gar nicht so einfach, wenn das Bein nicht will und mit Krücken, zum Glück musste ich lediglich hoch rutschen und nicht kurz über der Grasnarbe, wie bei der tiefer gelegten E-Klasse, auf den Sitz einen halben Meter runterfallen. Dann gings los die Fahrt durch die dunkle Nacht, es war nun etwa 22 Uhr ... ging eigentlich flott für die Notaufnahme nur fast 4 Stunden. Bei meinem Unfall vor 2 Jahren lag ich mittags 14:30 Uhr bis abends nach weit nach 20 Uhr in der Notaufnahme rum, bis klar war, heute keine Notoperation und es anschließend los ging mit eingipsen der Beine und man mich eine Woche lange auf der Station parkte... konnte ja nicht mehr weglaufen damals.
Die Geschichte ging natürlich weiter. Zu Hause dann irgendwie aus dem Taxi raus, ins Haus, Tasche hingeschoben bekommen, Bombi noch nen Schönen Abend gewünscht und mich bedankt. Auf Krücken in der Wohnung hin und her getappelt versucht irgendwie was zu essen, denn das gab es den lieben langen Tag noch nicht, und vor Erschöpfung gab ich mir die nächste Dröhnung, um die Nacht zu überstehen, die wieder schlaflos verlief trotz zusätzlichem Einwurf von Baldrian, Johanniskraut und irgendwelchen plfanzlichen Weichkapseln zur Einschlafhilfe... Ich war mit meinen Nerven nämlich durch und überhaupt nicht darauf vorbereitet, mit meinem Leiden nicht stationär aufgenommen zu werden. Den Bekannten mit den Rückenschmerzen hatten sie überigens gleich da behalten, der stand mit dem Rollstuhl und am Tropf hängend noch im Gang, als klar war, dass er auf Station käme, als ich abgeholt wurde. Wieder durch die Nacht gequält, ein Film nach dem anderen flimmerte zur Ablenkung im TV, halb dösend von keinem Film was richtig mitbekommen und dafür auch nicht wirklich geschlafen.... total gerädert Mittwoch Morgen aufgewacht. Erster Akt Doc anrufen, "Der hat heute keinen Dienst, kannst gegen 11 mit der Vertretung sprechen."... Gegen 11... "Naja, nehmen Sie mal weiter Schmerzmittel ein, wir gucken morgen nochmal, geben Ihnen mal Dexa (Kotrisol) und sfchauen mal ob das hilft." ... -
Heute ist morgen (Donnerstag) ich kürze es mal ab, es hat nicht geholfen. Sitze nun hier schreibe den Schmonz unter Schmerzen als Ablenkung auf. Bekam eine Überweisung für ein CT mit und das Gesundheitssystem sieht tatsächlich vor, dass man eine Haushaltshilfe bekommen kann, wenn man zu Hause so nicht richtig allene klar kommt auf Grund von Unfall / Krankheit. Problem ist nur, man muss einen Sozialdienst finden, der auch Kapaittäten frei hat. Darum werde ich mich dann morgen Freitag kümmern.
Krank werden? Blöde Idee. Krank sein, noch viel blöder - und dann zusätzlich anderweitig krank werden, saublöde Idee.