Ich habe da mal ne Frage

Wade Watts

Das fragmentierte Hirn
Huhu,

so, wie ich bereits in einem anderen Thread geschrieben habe, habe ich noch ein 2tes Buch geschrieben. Nun habe ich nicht vor, jeden Monat etwas neues zu schreiben, sondern werde mich nun auf ein wirklich großes Projekt, für mich also völliges Neuland, stürzen. Diesmal geht es nicht um "wirren Kram aus meinem Hirn", sondern es wird ein Roman. Derzeit skizziere ich erst einmal die Welt in der er spielen wird. Ich schreibe an dieser Stelle einmal die ersten Beschreibungen, weil ich mir überlegt habe, wenn ich mich ans Werk mache, gleich "parallel" mit Hilfe aus diesem Forum, ein Hörspiel daraus zu entwickeln. Da bräuchte ich dann Hilfe!

Hier schon mal eine grobe Beschreibung der Welt, in der er spielen wird. Ich denke, dass daraus zu erkennen ist, worum es geht.... hoffe ich zumindest :)

Jahr 2069
Die Welt steht erneut am Abgrund! 70% der Säugetiere sind ausgestorben und die Regierungen haben vor Jahrzehnten begonnen, die Überbevölkerung in den Griff zu bekommen. Europa ist nach dem letzten Krieg in Ost und West zerfallen. Im Westen herrscht eine Form von wackeliger Pseudo-Demokration und der Führung eines Kaisers. Im Osten haben sich die Nationalisten durchgesetzt und das Osteuropäische Reich gegründet. Die Regierung besteht aus Diktatoren. Die Länder Polen, Ungarn etc. und sogar Griechenland gehören dazu.
Die baltischen Staaten wurden ebenfalls, wie die gesamte Ukraine und Weißrussland von Russland geschluckt, das die Wirren des europäischen Krieges hierfür genutzt hat.
Die Nato ist bereits zuvor langsam zerfallen, weil die Amerikaner mit ihrem Präsidenten D.Trump jr. II aus ihr ausgestiegen sind und sie sich dann mit der Rückkehr der Türkei zum Osmanischen Reich komplett aufgelöst hatte.
Nach den Kriegen im asiatischen Raum, herrscht China über Korea und Japan. Die USA sind weiter im Abseits der Geschichte verschwunden. Indien und Parkistan existieren, nach ihrem lokal begrenzten Atomkrieg, gar nicht mehr. Die Gegend ist nun unbewohnbar. Großbritannien hat sich Westeuropa wieder angeschlossen. Der nordafrikanische Raum verhandelt mit den europäischen Mächten, um sich vor dem Einfluß der Osmanen zu schützen. Russland hat sich auf Konflikte an der Grenze zu China beschränkt und hegt keine Ambitionen mehr in Richtung Europa. Die UN ist ebenfalls verschwunden, weil keiner mehr Interesse an ihr hatte.
Die Bevölkerungszahl ist trotz Krieg und der ständigen Umweltkatastrophen angestiegen und schwankt derzeit um 8 Milliarden. Wasser und Nahrung sind knapper als irgendwann einmal in der Geschichte. Westeuropa droht zu kleinen Staaten zu zerfallen, weil die Macht der "Kurfürsten" gegenüber dem Kaiser und dem Parlament größer wird. Aufstände und Anarchie herrschen in weiten Teilen des Kontinents. Die Niederlande sowie die gesamten Nord- und Ostseeküstengebiete sind im Meer versunken. Selbst das ehemalige Japan verlor 50% seiner Landmasse. Ein Großteil der Flüchtlinge und Überlebenden aus den stark betroffenen Gebieten sind in die eisfreie Antarktis geflohen und haben dort einen neuen Staat gegründet. Weite Teile von Afrika sind aufgrund des Klimas unbewohnbar. Viele Flüchtlinge sind unterwegs. Die in Richtung Europa ziehenden Massen, werden dort erschossen, wenn sie versuchen die Grenze zu überschreiten. Viele Flächen sind Versteppt und bieten kaum genug zum überleben .... die Welt hat sich in den letzten 45 Jahren komplett verändert, aber ganz anders, als erwartet.

So, das ist mal grob die Skizze der Welt, in der sich das Ganze abspielen wird. Es geht um eine Familie etc. die in Westeuropa um ihr Überleben kämpfen wird ....

Aber vielleicht kann man da ja dann auch ein Hörspiel draus basteln....

Viele Grüße
Stephan
 

7klang

Musikus (semiprof.)/ Komponist/ MusikFX
Na das ist doch mal Futter ;-) hört sich nach nem großem Projekt an! Nur Mut ;-)
 

Wade Watts

Das fragmentierte Hirn
Ja :) soll ja auch mal was werden, an dem ich länger schreibe! Und hat halt was von Weltuntergang und Überleben in einer mehr oder weniger apokalyptischen Welt.
 

Skohrpion

Active member
Hallo,
ich habe auch zunehmend häufiger den inneren Drang, die destruktive Entwicklung, hier auf Erden, umfangreich zu thematisieren, bzw weiterzuspinnen. Den Ansatz, alles politisch sehr authentisch auszuarbeiten, halte ich für wichtig und richtig- aber auch schwierig, wenn es nicht nur oberflächlich umrissen werden soll.
Jedenfalls stelle ich mir gerade einen etwas "gehaltvolleren" Ansatz vor, als rein fiktive, fuchsteufelswilde Endzeit-Fantasy auf dem Planeten "Desert Eagle 5" ;).
ZB würde ich konkret recherchieren, was sich alles in, bzw auf den überfluteten Gebieten befand und was die Konsequenzen der Überflutung wären (zB: Werften, mit sich im Bau befindlichen Atom-U-booten, Kernkraftwerke, Hängebrücken, die mitten im Meer stehen :), wirtschaftliche Auswirkungen (Kriegsfaähigkeit) durch den Wegfall von Seewegen/ Häfen, usw usw usw )
Bin gespannt, ob du diese Roman-Idee stemmen kannst- bzw wirst.
Generell müsste ein Hörspiel natürlich drastisch gekürzt werden, wenn es die Geschichte abdecken soll, oder nur einen Auszug behandeln aber ich denke mal (aus dem, was ich von Leuten erfahren habe, die gute Romane vervollständigt haben), dass es noch seeeehr lange dauern wird, bis das Werk ein eben solches geworden ist.
allerdings... Ein Hörspiel "begleitend" / parallel zu machen, scheint mir aber ehrlich gesagt komplett unmöglich und auch unnötig zu sein. Dafür wird noch genug Zeit sein, WENN der Roman sich seinem Ende nähert. Das einzige, was denkbar wäre, ist doch, dass du, sobald du alle Kapitel/ Handlungsstränge für deinen Roman kennst aber noch nicht ausgearbeitet hast, nebenbei ein Hörspielskript schreibst-, bzw schreiben lässt, das die wesentlichen Inhalte auf einen umsetzbaren Umfang reduziert- oder sich auf einen Teilbereich fokussiert.
Zumindest ist es das, was ich dazu denke.

ps: Ich glaube, die Überflutungsthemaik allein wäre schon einen Roman wert. Theoretisch... wenn der Meeresspiegel derart ansteigt, würde das ja nicht nur die Gebiete selber betreffen. Flüsse würden viel weiter in das Landesinnere überschwemmt werden, somit- und durch Stürme, die mit mehr Kraft weiter Land-einwärts ziehen können, gäbe es Kastastrophen in bisher unbetroffenen Städten / Arealen. Die Seuchenproblematik wäre vermutlich enorm. Etc... nur so ein Gedanke.
 
Zuletzt bearbeitet:

PeBu34

Der Forumsperfektionist
Hallo @Wade Watts,
natürlich lässt sich da "ein Hörspiel draus basteltn"! :) Je nachdem, wie du den beschriebenen Hintergrund mit Leben füllst, sogar ein recht spannendes. Was mich gewundert hat, ist die Idee vom "lokalen Atomkrieg". Wir wissen ja von verschiedenen Gelegenheiten, dass sich Unfälle in Atomkraftwerken fast weltweit ausgewirkt haben. Die Folgen so eines "lokalen Atomkrieges" würden also auch - zumindest fast - weltweit zu spüren sein. Aber auch das kommt auf die Umsetzung an.

Für mich wäre ein Nachteil eines Hörspiels, dass es sehr umständlich sein dürfte, die ganze Hintergrundgeschichte sinnvoll einzuarbeiten - außer vielleicht über einen Erzähler, der die Zusammenhänge am Anfang erklärt. Ob das - zumindest in einem Hörspiel - nötig ist, hängt aber auch davon ab, wieviel deine Protagonisten von den ganzen Hintergründen wissen und wieviel für sie davon überhaupt interessant ist.

Es geht ja anscheinend hauptsächlich darum, wie diese Menschen überleben. Und ich denke mir, wenn ich jeden Tag ums Überleben kämpfen muss, sind mir die politischen Rangeleien von "denen da oben" ziemlich egal. Ich muss dann sehen, woher bekomme ich Unterkunft, Nahrung und evt. Kleidung. Interessant würden für mich die politischen Ereignisse erst, wenn ich damit irgendwie in Berührung kommen würde oder davon - über den täglichen Überlebenskampf hinaus - betroffen wäre. Noch sind das ja alles Gedanken, die der Vorbereitung dienen. Wie die Umsetzung letzten Endes funktioniert, kannst du nur herausfinden, indem du es tust! :)

Wenn du den Lesern/Hörern die ganzen Hintergrundinformationen mitgeben möchtest, sehe ich die Geschichte eher als Buch und dann als Hörbuch. :) Ein Hörspiel ist ja ein völlig anderes Medium und funktioniert nach anderen Regeln, als ein Buch. :)

Liebe Grüße von
Peter :)
 

Wade Watts

Das fragmentierte Hirn
@Peter
ein Hörbuch, na klar, aber ich ich dachte halt daran, ein Hörspiel auszukoppeln - weil meist kann man ja dann mit einer "Serie" anfangen. Ich denke da an so etwas wie bei z.B. Walking Dead, wo die Welt ist, wie sie ist, und es um die Menschen geht.
@all
das coole wäre halt, dass man wie bei einem Open World Spiel alles machen könnte ... ich werde ja eh erst einmal anfangen und dann schauen, was daraus wird, bin ja noch im Skizzenmodus etc.

Aber lasst uns weiter reden :)
 

PeBu34

Der Forumsperfektionist
ich dachte halt daran, ein Hörspiel auszukoppeln - weil meist kann man ja dann mit einer "Serie" anfangen.
Wow! Ein Hörspiel "auskoppeln", "eine Serie anfangen". Du hast mit der Geschichte ja ganz große Pläne! :) Was die Serie angeht würde ich, aus leidiger Erfahrung hier im Forum, zu in sich abgeschlossenen Folgen raten, so dass du jederzeit problemlos aufhören kannst. Es zeigt sich halt immer wieder, dass Serien für ein paar Folgen durchgehalten werden und dann nicht mehr weiter geführt werden.j Aber das musst du auf dich zukommen lassen. (Du merkst schon: Ich bin hier eher der "Bedenkenträger". Lass dich davon aber nicht entmutigen! Ich freue mich, wenn meine Bedenken sich nicht bewahrheiten, aber ich meine trotzdem, sie anbringen zu müssen. Die "warnende Stimme" ist aber nicht böse gemeint! :)) Wenn du einen Text zum Probelesen hast, mache ich das gerne! :)

Liebe Grüße von
Peter :)
 
Genau, abgeschlossene Folgen. Wir haben schlechte Erfahrungen mit begonnenen Serien gemacht. Viele, die zunächst übermotiviert sind (wobei ich Dir das nicht unterstellen will), brechen dann schnell ab und die Hörspiele landen dann im Eisfach. Ein weiteres Problem ist auch, bei einer Serie die Sprecher so lange zu halten, da natürlich auch immer wieder welche dabei sind, die nur wenige Monate aktiv dabei sind. Und ein Sprecheraustausch ist immer ärgerlich. Schreib am besten einen in sich geschlossenen Piloten, versuche den umzusetzen und danach kann es ja vielleicht weiter gehen. Du darfst auch nicht unterschätzen, wie lange sich so eine Produktion hinziehen kann. Ein Jahr ist da nichts.
 

Wade Watts

Das fragmentierte Hirn
Das stimmt! Ich gebe euch beiden grundsätzlich recht!
Also, da ich ja mit dem Roman erst beginne und noch wirklich am Anfang stehe, ist das auch noch nicht richtig reif.
Weil ich muss eh mal ein Projekt machen, was ich nicht so einfach herunterschreibe, wie meine beiden Bücher :)
Und da wäre halt so ein Projekt ne schicke Sache! Außerdem könnte ich halt im Rahmen der Hörspiel-Geschichte immer wieder Teile schnappen. Eine "Serie" wäre auch vom Gedanken her, wie ihr schon schreibt, immer abgeschlossene Teil. So, wie der Roman entstehen soll. Aber so habe ich halt die Möglichkeit, auch einfach mal einen "Sidekick" zu machen, wenn ich mit der eigentlichen Handlung vielleicht stagniere. Das harmoniert mit meinem Schreibstil ...
Auf jeden Fall fange ich erst einmal an, ist ja mal ein neue Genre für mich, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt, oder so :)
Vielleicht können wir was gemeinsam daraus basteln :) Ich freue mich, dass wir schon mal ins Plaudern gekommen sind!!
 

PeBu34

Der Forumsperfektionist
PS: Mein Nickname ist PeBu34. :) Wenn du "Peter" mit @ erwähnst, wird ein anderes Forenmitglied über deine Nachricht informiert. Ist mir aber auch grade erst aufgefallen. :)
 
Hallo Wade, ich nutze immer CeltX für meine Skripte (Celtx). Es gibt natürlich noch viele andere Programme, die ähnlich funktionieren. Für ein Hörspiel solltest Du die Geschichte am besten gleich als Hörspiel-Skript verfassen, dann ersparst Du Dir doppelte Arbeit.
 
Zuletzt bearbeitet:

Nightblack

Meinhard Schulte
Sprechprobe
Link
Von wegen Serie - die Bedenken - welche auch ich hätte - wurden schon genannt.
Also Brainstormingmäßiger Vorschlag:
Du denkst dir eine Welt aus (wie oben schon von dir skizziert ) und in dieser Welt spielen (relativ kurze ) abgeschlossene Geschichten. Z.B. einmal aus der Sicht von jemanden der keine wirkliche Heimat mehr hat und sucht oder von einer Familie die durch bestimmte Umstände halt täglich ums nackte Überleben kämpft
und dann eine Geschichte in der gleichen Welt von einem "Superstar" dieser Welt , zu dem alle neidisch aufschauen, der dann aber auch viele Probleme im geheimen hat, welche ihm das Leben schwer machen. Wenn es klappt könnten diese Geschichten ähnlich denen der ZC. erstellt werden, könnten von einander unabhängig jede für sich stehen, aber die Welt in der sie spielen bildet einen gemeinsamen Rahmen und der geneigte Hörer läßt sich immer wieder gern in diese Welt führen.
Also kurze Geschichten lassen sich gut umsetzen und wenn es gut läuft (Cutterproblem lösen ) können ja auch durchaus bestimmte Figuren in verschiedenen Folgen wieder auftauchen. ( Ein Politiker hält eine Rede - wird dann von einem Menschen gehört und beurteilt der schon alles hat und ein anderes Mal hat diese Rede Folgen für einen armen Schlucker auf der Strasse oder einen Jugendlichen, der eigentlich am liebsten nur surfen will ) etc. .. etc.
 

Wade Watts

Das fragmentierte Hirn
Huhu, ich schon wieder ... oder immer noch?! :)
Ich muss mich bremsen, weil ich bereits schon fleissig dabei bin. Aber ich musste mir selbst versprechen, dass ich diesmal länger schreiben werde, aber ich habe schon ein paar viele Seite zusammengeschrieben, aus denen sich bestimmt etwas basteln lässt :)
 

Wade Watts

Das fragmentierte Hirn
Ja, das stimmt! Deshalb schreibe ich ja auch :) Aber bei einem Roman ist es etwas anders, als bei meinen bisherigen Büchern. Mal sehen, wie schnell es weiter geht...
LG
 

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