@MaVericK
Audacity ist eine gute Software für Sprechende und/oder für den Einstieg. - Mehr nicht!
Man kann auch Audacity mit Plug-Ins erweitern und damit leistungsfähiger machen, aber ... es gibt gute Gründe, warum nur sehr, sehr, sehr wenige Profis damit arbeiten, wenn es ans Cutten, Sound-Designen und Mischen geht.
Für ein Hörbuch mag das noch funktionieren, aber man spürt meistens recht schnell die Grenzen.
Alternativen? Alternativen gibt es SEHR viele. Das hängt von Deiner Hardware ab, Deinem Budget und wie Du gerne arbeiten möchtest. Die Erfahrung zeigt, dass man meistens mehrere DAW (Digital Audio Workstations) durchläuft, bis man "seine" DAW gefunden hat. Das würde jetzt viel zu weit führen, das alles zu erörtern.
Wir fordern, dass alle Sprechproben ohne EQ aufgenommen und veröffentlicht werden. Das heißt aber NICHT, dass man bei Produktionen, wie z.B. Hörbüchern keinen EQ einsetzen darf.
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Bei Kluki wird den Mischenden viel geboten. Aber bedingt durch ihre Aufnahmesituation ist hier und da etwas EQ gefragt, bzw. könnte man noch ein bißchen mehr herauskitzeln.
Es ist generell eine individuelle Entscheidung, wann man wo wieviel EQ (oder andere Effekte) einsetzt oder nicht.
Leider gibt es keine "Patentrezepte" oder "So funktioniert EQing-Anleitung".
Nur ganz kurz ein paar Tips für den Einstieg:
Grundsätzliche Änderungen am Sound der Aufnahme sollten auch entsprechend allgemein gemacht werden. Zum Beispiel, wenn es eine leichte Überbetonung im Bassbereich gibt, dann setzt man einen EQ mit einer Absenkung von 1,5 dB (oder welchen Wert auch immer) bei 200 Hz mit einer Güte von 0,5, damit es keine harten Übergänge gibt.
Dann kann es sein, dass gewisse Passagen etwas zu dumpf, andere dafür wieder zu hell klingen. Sprache ist sehr vielseitig und manchmal verändert sich der Sound innerhalb eines Satzes mehrmals. - A B E R .... man kann sich auch "tot-EQen". Grundsätzlich gilt, soviel wie nötig und so wenig wie möglich.
Lass Dich nicht von den Möchtegerns auf YT und ihren reißerischen Titeln wie "Die ultimative Einstellung für Vocals" oder ähnlichen Mist blenden.
Vertraue Deinen Ohren. Lerne richtig zu hören, besser entsprechend wahrzunehmen.
Ein Beispiel: Erfahrene Ohren hören Hall um etwa 11 dB lauter, als unerfahrene Ohren. Das hat mit viel Hörerfahrung zu tun und wie man Schallwellen im Gehirn interpretiert. Das hat nichts mit "Können" zu tun, sofern anatomisch alles in Ordnung ist. Es geht um Erfahrung.
..............................Erfahrung kann nur durch noch mehr Erfahrung ersetzt werden!
Alle guten Tonleute haben mal angefangen und sie haben viele, viele, viele, viele Fehler gemacht. Das wird Dir auch so gehen und das ist gut so. Nur so wird man richtig gut; eines Tages.
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Wenn ich mir heute mal wieder Aufnahmen anhöre, die ich vor 40 Jahren gemacht habe, lasse ich gerne den Mantel der großen Nachsicht und des sehr stillen Stillschweigens darüber fallen. Sagen wir mal so: Ich mische heute ganz anders.
Das Wichtigste ist, dass man sich immer weiter verbessert. Dazu gehört, dass man auch mal Irrwege geht und zum Teil klangliche Katastrophen anrichtet. Dem kann man sich nicht entziehen, das ist "normal".
Das Großartige an diesem Forum ist die Umsetzung des Sesamstraßen-Prinzips: "[...] wer nicht fragt bleibt dumm!".
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- Also, frag doch einfach
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