AW: Massive Änderungen bei John Sinclair ab Folge 71 (?)
Danke sehr für die Links, Dennis, nach so etwas habe ich gesucht. Ich schätze die Arbeit von Herrn Kerzel sehr und bin - aus nachvollziehbaren Gründen - etwas besorgt gewesen, als ich von seiner Umbesetzung gehört habe. Wenn das was er in seinem Mail schreibt stimmt (und ich sehe keinen Grund, daran zu zweifeln), dann entspricht das, vorsichtig gesagt, nicht gerade dem, was ich über anständigen, fairen Umgang und Arbeitsmoral im wortwörtlichen Sinne gelernt habe. (Jaja, wer fairen Umgang haben will, soll in die Kirche gehen und nicht in die freie Marktwirtschaft - wo das Denken uns hingebracht hat, können wir dieser Tage auf den Finanzmärkten sehen).
Es wundert mich nicht (das führe ich jetzt nicht weiter aus), aber es ist doch bemerkenswert, dass jemand, der eine Dekade lang das Bild einer Serie mitgeprägt hat, auf diese Weise abgesetzt wird, ohne es selbst zu erfahren. Das ist, freundlich formuliert, ein wenig unverfroren. Vielleicht spielt da auch noch ein bißchen Enttäuschung darüber mit, dass Kerzel Grangé nicht mehr liest? Pure Spekulation. Aber apropos Grangé: schaut Euch mal bei Amazon die Kritiken zu den neueren Erscheinungen (mit Ausnahme von Pampels Lesung) an. Vernichtend!
Dementsprechend kann man sich vorstellen, was für ein Shitstorm auf die neue Erzählerin zukommt. M.E. ist das auch nicht sonderlich fair - wenn man eine solche Besetzungsänderung für alle Beteiligten hätte fair gestalten wollen, dann hätte man sie entweder schleichend vollziehen können oder zumindest lange vorher angekündigt.
Zu dem Wechsel bei den "John Sinclair classics" fällt mir nun gar nichts mehr ein ... Das haut mich aus den Schuhen, weil es durch und durch unlogisch ist. Der Bastei-Verlag veröffentlichte ab dem Sommer 1973 die lose "Serie" um Sinclair im Rahmen der "Gespenster-Krimis". Die ausgekoppelte Serie Rellergerds wurde im Jahr '77 betoniert, das erste Heft erschien am 17.01.1978 (das weiß ich so genau, weil ich 9 Jahre später geboren bin *gg*). Zwischen dem ersten JS-Gespenster-Krimi ("Der Hexer") und "Im Nachtclub der Vampire" (der ersten Folge der regulären Serie) liegen 4 1/2 Jahre. Das Konzept der "John Sinclair classics" (neben scheißviel Geld verdienen natürlich *gg*) ist es, die GK-Sinclairs zu inszenieren. Wie soll sich eine Stimme in 4 1/2 Jahren dergestalt verändern, dass diese Verjüngung im Kontext der Serie Sinn ergibt? Zumal Sinclair - allein aufgrund der Größe der Serie - vielleicht mal alle 10 Jahre um ein Jahr altert, (sinngemäß gibt das Rellergerd scherzhaft auch so wieder, wenn man ihn danach fragt).
Selbst im Zusammenhange mit der Serie "John Sinclair 2000" ergibt diese Änderung keinen Sinn. Man hat am Anfang sehr chronologisch gearbeitet (in den ersten 9 Folgen) und hat nur die Romane nicht vertont, die von Tenkrat geschrieben wurden (damals brauchte Rellergerd noch Hilfe und war noch nicht der wahnsinnige Schnellschreiber, der er heute ist). "Der Hexer" (die erste Sinclairfolge überhaupt) wurde ebenfalls als Sonderedition mit Frank Glaubrecht vertont.
Also selbst im Sinnzusammenhang der Hörspielserie ergibt die Umbesetzung keinen Sinn. Schon gar nicht mitten in der Serie.
Und wenn man jene Umbesetzung konsequent durchführen wollte, dann müsste man sowohl Karlheinz Tafel, Detlef Bierstedt als auch später Martin May durch jüngere Schauspieler bzw. jüngeres Sprechalter ersetzen. Ich glaube einfach mal kaum, dass das wirklich getan wurde.
Also rein aus logischen Gesichtspunkten kann ich dieses Theater nicht nachvollziehen. Wenn es "nur" um Verjüngung geht, dann hätte man das auch langfristiger anlegen können, ohne den Paukenschlag. (Aber warum überhaupt verjüngen? Was soll das? Als ob jemand mit 70 Jahren heutzutage zum Friedhofsgemüse zählen würde - das ist doch alles Unsinn! Homer Simpson wird auch nicht "verjüngt", obschon er nicht altert - und ein anderer Schauspieler als Norbert Gastell auf dem deutschen Homer wäre undenkbar! Ich kapier' den ganzen Schwachsinn nicht).
Danke sehr für die Links, Dennis, nach so etwas habe ich gesucht. Ich schätze die Arbeit von Herrn Kerzel sehr und bin - aus nachvollziehbaren Gründen - etwas besorgt gewesen, als ich von seiner Umbesetzung gehört habe. Wenn das was er in seinem Mail schreibt stimmt (und ich sehe keinen Grund, daran zu zweifeln), dann entspricht das, vorsichtig gesagt, nicht gerade dem, was ich über anständigen, fairen Umgang und Arbeitsmoral im wortwörtlichen Sinne gelernt habe. (Jaja, wer fairen Umgang haben will, soll in die Kirche gehen und nicht in die freie Marktwirtschaft - wo das Denken uns hingebracht hat, können wir dieser Tage auf den Finanzmärkten sehen).
Es wundert mich nicht (das führe ich jetzt nicht weiter aus), aber es ist doch bemerkenswert, dass jemand, der eine Dekade lang das Bild einer Serie mitgeprägt hat, auf diese Weise abgesetzt wird, ohne es selbst zu erfahren. Das ist, freundlich formuliert, ein wenig unverfroren. Vielleicht spielt da auch noch ein bißchen Enttäuschung darüber mit, dass Kerzel Grangé nicht mehr liest? Pure Spekulation. Aber apropos Grangé: schaut Euch mal bei Amazon die Kritiken zu den neueren Erscheinungen (mit Ausnahme von Pampels Lesung) an. Vernichtend!
Dementsprechend kann man sich vorstellen, was für ein Shitstorm auf die neue Erzählerin zukommt. M.E. ist das auch nicht sonderlich fair - wenn man eine solche Besetzungsänderung für alle Beteiligten hätte fair gestalten wollen, dann hätte man sie entweder schleichend vollziehen können oder zumindest lange vorher angekündigt.
Zu dem Wechsel bei den "John Sinclair classics" fällt mir nun gar nichts mehr ein ... Das haut mich aus den Schuhen, weil es durch und durch unlogisch ist. Der Bastei-Verlag veröffentlichte ab dem Sommer 1973 die lose "Serie" um Sinclair im Rahmen der "Gespenster-Krimis". Die ausgekoppelte Serie Rellergerds wurde im Jahr '77 betoniert, das erste Heft erschien am 17.01.1978 (das weiß ich so genau, weil ich 9 Jahre später geboren bin *gg*). Zwischen dem ersten JS-Gespenster-Krimi ("Der Hexer") und "Im Nachtclub der Vampire" (der ersten Folge der regulären Serie) liegen 4 1/2 Jahre. Das Konzept der "John Sinclair classics" (neben scheißviel Geld verdienen natürlich *gg*) ist es, die GK-Sinclairs zu inszenieren. Wie soll sich eine Stimme in 4 1/2 Jahren dergestalt verändern, dass diese Verjüngung im Kontext der Serie Sinn ergibt? Zumal Sinclair - allein aufgrund der Größe der Serie - vielleicht mal alle 10 Jahre um ein Jahr altert, (sinngemäß gibt das Rellergerd scherzhaft auch so wieder, wenn man ihn danach fragt).
Selbst im Zusammenhange mit der Serie "John Sinclair 2000" ergibt diese Änderung keinen Sinn. Man hat am Anfang sehr chronologisch gearbeitet (in den ersten 9 Folgen) und hat nur die Romane nicht vertont, die von Tenkrat geschrieben wurden (damals brauchte Rellergerd noch Hilfe und war noch nicht der wahnsinnige Schnellschreiber, der er heute ist). "Der Hexer" (die erste Sinclairfolge überhaupt) wurde ebenfalls als Sonderedition mit Frank Glaubrecht vertont.
Also selbst im Sinnzusammenhang der Hörspielserie ergibt die Umbesetzung keinen Sinn. Schon gar nicht mitten in der Serie.
Und wenn man jene Umbesetzung konsequent durchführen wollte, dann müsste man sowohl Karlheinz Tafel, Detlef Bierstedt als auch später Martin May durch jüngere Schauspieler bzw. jüngeres Sprechalter ersetzen. Ich glaube einfach mal kaum, dass das wirklich getan wurde.
Also rein aus logischen Gesichtspunkten kann ich dieses Theater nicht nachvollziehen. Wenn es "nur" um Verjüngung geht, dann hätte man das auch langfristiger anlegen können, ohne den Paukenschlag. (Aber warum überhaupt verjüngen? Was soll das? Als ob jemand mit 70 Jahren heutzutage zum Friedhofsgemüse zählen würde - das ist doch alles Unsinn! Homer Simpson wird auch nicht "verjüngt", obschon er nicht altert - und ein anderer Schauspieler als Norbert Gastell auf dem deutschen Homer wäre undenkbar! Ich kapier' den ganzen Schwachsinn nicht).